Biografie Olivier Messiaen
Seine Musik wurde von Gregorianik, indischer Rhythmik und von den Gesängen der Vögel inspiriert: Olivier Messiaen, 1908 in Avignon geboren, studierte von 1919 bis 1930 am Pariser Conservatoire Orgel bei Marcel Dupré, und Komposition bei Paul Dukas. Außerdem setzte er sich intensiv mit Rhythmuslehren der indischen und antiken griechischen Musik sowie mit Theologie, Philosophie und Ornithologie auseinander. 1931 wurde er Organist an der Pariser Kirche St. Trinité – ein Amt, das der gläubige Katholik über vierzig Jahre ausübte. Als Komponist erlangte er Berühmtheit durch Werke wie seine "Turangalîla-Symphonie" für großes Orchester (1946-48), sein "Livre d'orgue" (1951), seinen "Catalogue d'oiseaux" für Klavier (1956-58) und seine Oper "Saint François d'Assise" (1975-1983). Außerdem war Messiaen, der zu den Mitbegründern der Gruppe "La Jeune France" gehörte, auch pädagogisch an der École Normale de Musique (1936-39), an der Schola Cantorum und am Pariser Conservatoire tätig. Zu seinen bedeutendsten Schülern zählten u.a. Pierre Boulez, Karlheinz Stockhausen, Jannis Xenakis und Yvonne Loriod, die der Komponist 1962 heiratete. Zwischen 1950 und 1953 hielt Messiaen Gastvorlesungen bei den Darmstädter Ferienkursen. Er war sowohl Mitglied des Institut de France, als auch seit 1975 assoziiertes Mitglied der Académie Royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique. Messiaen starb am 27. April 1992 in Paris.

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