Biografie George Benjamin
George Benjamin wurde 1960 in London geboren und erhielt als Siebenjähriger Klavierunterricht. Erste Kompositionsversuche stammen aus dem Jahr 1969. Mit 14 Jahren nahm er an der Westminster School in seiner Heimatstadt das reguläre Musikstudium auf und ging von 1976 bis 1978 nach Paris, um bei Olivier Messiaen und Yvonne Loriod zu studieren. Von 1978 bis 1982 besuchte er den Unterricht von Alexander Goehr am King’s College in Cambridge. Seine Klaviersonate, die 1977/78 entstand, wurde sogleich beim renommierten Musikverlag Faber & Faber verlegt; das Orchesterwerk "Ringed by the Flat Horizon" wurde 1980 bei den BBC Proms gespielt und begründete seine Karriere als Komponist. 1984 kehrte George Benjamin nach Paris zurück, um seine Fertigkeiten am IRCAM bei Pierre Boulez noch zu vervollkommnen. 1987 schuf er, zum zehnjährigen Bestehen dieser Institution, das Ensemblestück "Antara", 1995 folgten, zum 75-jährigen Jubiläum der Salzburger Festspiele, die "Three Inventions for Chamber Orchestra". Boulez und das London Symphony Orchestra musizierten 2002 die Uraufführung von "Palimpsest I und II". Benjamins erstes Musiktheater "Into the Little Hill" (Libretto von Martin Crimp) feierte 2006 beim Pariser Festival d’Automne seine Weltpremiere. Regelmäßige Aufführungen seiner Werke fanden in den letzten Jahren in Brüssel, Tokio, Berlin, Strasbourg und Madrid statt. 2008 spielten Pierre-Laurent Aimard und das Cleveland Orchestra unter der Leitung von Franz Welser-Möst in Lucerne die Uraufführung von Benjamins Klavierkonzert "Duet".
George Benjamin ist auch als Dirigent erfolgreich und leitete u.a. die London Sinfonietta, das Ensemble Modern, das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest und die Berliner Philharmoniker. Er dirigierte zahlreiche Uraufführungen u.a. von Wolfgang Rihm, Unsuk Chin, Gerard Grisey und György Ligeti. Als Professor für Komposition lehrt er am King’s College in London, zu seinen Schülern zählen u.a. Luke Bedford und Dai Fujikura.
George Benjamin wurde u. a. mit dem Rostrum of Composers der UNESCO, dem Lili Boulanger Award, dem Koussevitzky International Critics Award und dem Schönberg-Preis des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München und seit 2010 Music Director des kalifornischen Ojai Musica Festival. Zu seinem 50. Geburtstag wurde er zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt.

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