Biografie Enno Poppe
Ordnung und Chaos – aus diesen Gegensätzen bezieht Enno Poppe die Spannung seiner Musik. Poppe, der Dirigieren und Komposition bei Friedrich Goldmann und Gösta Neuwirth an der Hochschule der Künste sowie Klangsynthese und algorithmische Komposition an der TU Berlin und am Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe studierte, entwickelte eine eigene Mikrointervallharmonik, die auf Zweiunddreißigstel- Tönen basiert. Seine kompositorische Arbeit wurde durch verschiedene Stipendien und Preise gefördert. So erhielt er mehrmals das Berliner Senatsstipendium sowie den Boris-Blacher-Preis (1998, für "Gelöschte Lieder"), den Busoni-Preis der Akademie der Künste (2002) und das Stipendium der Akademie Schloss Solitude (2002/03), den Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung (2004), außerdem den Schneider-Schott-Musikpreis (2005) und den Förderpreis Musik der Akademie der Künste Berlin (2006).
Seit 1998 leitet Enno Poppe, der auch als Pianist und Dirigent tätig ist, das ensemble mosaik. Von 2002 bis 2004 unterrichtete er Komposition an der "Hochschule für Musik Hanns Eisler" Berlin. Er ist Mitglied der Berliner wie auch der Bayerischen Akademie der Künste.
Kompositionsaufträge erhielt er unter anderem von den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, den Berliner Festwochen, Ultraschall (Berlin), MaerzMusik (Berlin), Èclat (Stuttgart), musica viva (München), Musikbiennale (München), den Donaueschinger Musiktagen und den Salzburger Festspielen. Zu den Interpreten seiner Werke zählen das Ensemble Modern, Klangforum Wien, ensemble mosaik, Ensemble Contrechamps, musikFabrik, Kairos-Quartett, SWR Vokalensemble, Stefan Asbury, Pierre Boulez, Martyn Brabbins, Emilio Pomárico, Kasper de Roo, Peter Rundel, Ed Spanjaard.

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