BR-KLASSIK (English)

Hintergrund Surround

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Begriffe Glossar: DAB, dts, HDMI & Co.

Moderne Technik zum Mitreden: Wir erklären Ihnen wichtige Begriffe.

Published at: 22-10-2011

DAB Surround

Anwendung der u. a. vom Erlanger Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen entwickelten MPEG Surround-Technik beim Digitalen Radio DAB und dem dort eingesetzten Audiocodierverfahren MPEG Layer-2. So wird Surround-Klang bei Bitraten möglich, die nur unwesentlich über denen von Stereo-Ton liegen. Außerdem ist DAB Surround vollständig kompatibel zu bereits auf dem Markt befindlichen DAB-Empfängern. Auf der Empfängerseite spielt ein DAB Surround-Empfänger vollen Multikanalton, ein herkömmlicher DAB-Empfänger dagegen ignoriert die Surround-Informationen und gibt Stereoton in gewohnt hoher Qualität wieder.

Digital Radio

Synonym für DAB (Digital Audio Broadcast) - also digitale Hörfunkverbreitung. Hat gegenüber dem analogen Radio nicht empfangstechnische und damit klangqualitative Vorteile ("CD-Qualität"), sondern bietet über herkömmliches Stereo hinaus auch die Möglichkeit des Surround Sounds, sowie die Bereitstellung von Zusatzinformationen: zum Beispiel Elektronischer Programmführer (EPG) mit Aufnahmefunktion, Anzeige von Angaben zu Titel, Interpreten und Komponisten von Musik etc.
DAB wird im Format MPEG Layer-2 ausgestrahlt. Bei DAB+ kommt künftig der neuere MPEG 4 High Efficency AAC eingesetzt. Bei beiden Verfahren ist Surround Sound möglich.

Dolby Digital® (AC-3)

Von der amerikanischen Firma Dolby Laboratories entwickeltes Verfahren um  Surround Sound in einem digitalen Datenstrom zu transportieren. Wird eingesetzt bei DVDs, sowie bei Fernsehen und Radio-Übertragungen im DVB-Standard (DVB-S = Satellit und DVB-T= terrestrisches Digitalfernsehen).
Wird eingesetzt, um das Programm BR-Klassik über den Hörfunktransponder der ARD in Surround Sound zu senden.
AC-3 steht für das verwendete Bitstream-Format (Adaptive Transform Coder 3.
Im Anschluss daran hat Dolby weitere Digital-Raumklang-Verfahren entwickelt.

Dolby Surround (Pro Logic) ®

Von der amerikanischen Firma Dolby Laboratories bereits in den 80er-Jahres des 20. Jahrhunderts ursprünglich für das Kino entwickeltes Verfahren um Raumklangeffekte über analoge Wege zu ermöglichen. Voraussetzung ist ein Stereo-Signal, in das über Phasenlagen Zusatzinformationen eingebettet ("matriziert" werden, die von einem entsprechenden Decoder in einen Center (Mitten-)-Kanal und einen Surround-Kanal (hintere Lautsprecher) ausgegeben werden. Insgesamt entstehen also 4-Kanäle, die aber nicht "nicht-diskret" vorhanden sind. Das heißt: Es werden keine echten Einzelkanäle transportiert. Wird noch bei Fernsehfilmen eingesetzt. Für das Radio entstanden nur einige Hörspiele mit dieser Technik. Mittlerweile gibt des Weiterentwicklungen dieses Formats (Dolby Pro Logic II/x).

Die ursprüngliche Kombination des Begriffs Surround mit ProLogic führt heute oft zu Verwechslungen bei der singulären Verwendung des allgemeinen Begriffs "Surround" zur Beschreibung von echten Mehrkanaltechniken.

dts (DTS Digital Sound) ®

Von der amerikanischen Firma dts (Digital Theatre Systems) ursprünglich für das Kino entwickeltes Verfahren um Surround Sound in einem digitalen Datenstrom zu transportieren. Wird eingesetzt bei DVDs und dts-Audio-CDs. Wird vereinzelt auch im Ausland im DVB-Standard (DVB-S = Satellit und DVB-T= terrestrisches Digitalfernsehen) eingesetzt.
Mittlerweile gibt es von dts weitere Raumklang-Verfahren.

DVB-S/-T/-C

Digitale Verbreitung DVB (Digital Video Broadcast) von Rundfunkprogrammen über Satellit, Terrestrik (Antennenempfang) oder Kabel (Cable). Häufigste und bekannteste Anwendung ist das Fernsehen. Gleichwohl sind über den DVB-S aber auch alle Hörfunkprogramme der ARD zu empfangen (Hörfunktransponder).
Weitere Informationen zur DVB hier.

HDMI

Neuere Schnittstelle für digitale Bild- und Tonsignale. Im Unterschied zu S/P-DIF können nicht nur Tonsignale wie Dolby Digital oder dts, sowie lineares PCM durchgeleitet werden, sondern auch hochauflösendes Bild (HDTV), inklusive spezieller Kopierschutzverfahren.

Hörfunktransponder

Auf dem Satelliten Astra 1 H belegter Kanal, auf dem alle Hörfunkprogramme der ARD zu finden sind. BR-Klassik wird dort sowohl in Stereo als auch in Dolby Digital AC-3 eingespeist (vorausgesetzt es handelt sich um eine Surround-Sendung).
Die Empfangsparameter für BR-Klassik:

Astra 1H, Transponder 93, Downlink-Frequenz 12,266 GHz, horizontale Polarisation, Symbolrate 27.500 und Fehlerschutz (FEC) ¾


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