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Servus! Musik und Gäste

Ratsch und Musi Servus! Musik und Gäste

Schallplatten und Noten | Bild: BR

Immer freitags zwischen 15 und 17 Uhr wird bei Evi Strehl geratscht - und Musik gibt's natürlich auch. Schließlich sind viele ihrer Gäste selbst Musikanten und kennen sich mit Heimat, Brauchtum und Musik bestens aus.

Programmvorschau

Wollen Sie wissen, welche Gäste kommen? Wir senden Ihnen gern alle zwei Monate unsere kostenlose Programmvorschau per E-Mail.

Überblick

Freitag, 16. Februar 2018:

Die Weiß´ngroana sind zu Gast bei Evi Strehl – eine junge rassige Musi aus der Gegend zwischen Fischbachau und Chiemsee. Mit einem ganz eigenen musikantischen Biss treiben die sechs Musikanten ihre Musik nach vorn und begeistern Zuhörer und Tänzer. Es ist eine Art "Spielen-Müssen", das von ganz innen kommt und jeden mitreißt, die Musikanten zelebrieren auf ihrem "Grove", Klangschönheit und musikalische Präzision. Sie erinnern damit auch ein kleines bissl an die legendären Original Oberkrainer, obwohl sie alle fest in der alpenländischen Volksmusik verankert sind.

Freitag, 23. Februar 2018:

Gast ist  Christoph Lambertz, der seit 2007 die Beratungsstelle für Volksmusik des Bezirks Schwaben in Krumbach leitet. Er stellt die neue Liadhaber-CD vor, die er gemeinsam mit Dagmar Held (Forschungsstelle für Volksmusik in Schwaben) und weiteren Musikfreunden aufgenommen hat. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Volksmusikpfleger ist er als Klarinettist und Sänger in zahlreichen Projekten und Musikgruppen aktiv, u.a. bei  den Liadhabern, der Kapelle Rohrfrei, Boxgalopp, Lambertz-Saam-Richter: "Bier gewinnt",  der Schwäbischen Franzosamusik,  Reichertshofener Zwoagsang, ...

Christoph Lambertz kennt als studierter Ethnomusikologe, langjähriger Referent bei Volksmusiklehrgängen und aus eigener Musikantenpraxis alle Schattierungen von Volksmusik – in Bayern und drumherum.

Freitag, 2. März 2018:

Heute sich in SERVUS alles um die Mundharmonika. Zu Gast bei Evi Strehl ist Georg Fanderl, der in Beilngries lebt und sich diesem kleinen Instrument seit ca. 25 Jahren mit Leidenschaft verschrieben hat. Als er damit auf Musikantentreffen auftauchte, war er eher ein Exot und so sammelte er alle Informationen über Instrumente und Spieler, die er bekommen konnte. Im Jahr 2000 lud er erstmals zu einem Treffen ein und es kamen bereits 50 Spieler, zum Teil von sehr weit her. Seit 2002 organisiert er regelmäßige Mundharmonika-Festivals im Altmühltal, im dortigen Spielzeugmuseum organisierte er auch eine Dauersonderausstellung mit zum Teil über 100 Jahre alten Exponaten, Katalogen, Fotos und Werbung. Selbst aktiv als Mundharmonikaspieler ist Georg Fanderl in einem Trio bzw. Quartett: „Mundharmonikamusi Altmühltal“, Hans und Georg Fanderl, Bernhard und Michael Grünbeck. Sie spielen Volksmusik und alte Schlager.

Freitag, 9. März 2018:

Gast bei Evi Strehl ist Frederic Pfeffer, er kommt aus einer musikalischen Münchner Familie. Bereits mit 4 Jahren erlernte er die Gitarre, weil sie auch sein Vater spielt. Nach ein paar Jahren fand er das Akkordeon seines Opas und unternahm erste Spielversuche darauf. Auf die Steirische Harmonika ist er eher zufällig gestoßen, sparte sich ein eigenes Instrument zusammen und konnte schon nach wenigen Monaten einige Stücke spielen. Die Steirische faszinierte ihn so sehr, dass 2014 der Wunsch aufkam, sich selbst eine Ziach zu bauen. Beim ersten Prototyp war Frederic 12, nach 5 missglückten Versuchen wurde im Januar 2017 seine erste spielbare Ziach fertig. Bis jetzt sind 3 Harmonikas entstanden, wobei der junge Musikant seine Instrumente ständig weiter entwickelt.

Freitag, 16. März 2018:

Seine Wurzeln liegen in Südböhmen bzw. dem Egerland und bereits mit 14 Jahren spielte er in der Böhmerwaldkapelle Spörl mit, die sein Großvater in der neuen Heimat leitete: Zu Gast bei SERVUS ist Kurt Pascher, der mit seiner Familie in Bayerisch-Schwaben lebt. Nach einer Hospitanz am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg gründete er bereits 1981 ein 18-Mann-Blasorchester Böhmerwälder Musikanten und 1985 die Böhmerwälder Musikanten und absolvierte mit ihnen zahlreiche Konzerte im In- und Ausland. 10 Tonträgerproduktionen und 1983 auch etliche BR-Studioaufnahmen zeugen von dieser fruchtbaren Musikperiode. Dieses kleine Jubiläum - 35 Jahre Aufnahmen der Böhmerwälder Musikanten/Böhmerwälder Blasmusik/Tanzbodenmusik im BR begeht Kurt Pascher im BR-Heimatstudio bei Evi Strehl mit etlichen musikalischen Beispielen seiner beider Kapellen.

Freitag, 23. März 2018:

Der insbesondere auch in der Oberpfalz sehr beliebte und weitverbreitete Zwiefache hat es im Jahr 2016 nicht nur auf die Landesliste, sondern auch auf die Bundesliste des Immateriellen Kulturerbes geschafft. Diese musikalische Besonderheit übt aufgrund des Taktwechsels zwischen Walzer und Dreher für Musikanten, Sänger, Tänzer und Zuhörer gleichermaßen einen ganz besonderen Reiz aus.

Die Kultur- und Heimatpflege des Bezirks Oberpfalz, das Kulturreferat des Landkreises Regensburg, die Stadt Hemau und die Tanngrindler Musikanten widmen dem Zwiefachen am 14. April 2018 in Hemau einen ganzen Tag unter dem Motto „Wer den niat ko – Die Oberpfalz und ihre Zwiefachen“. Mit Vorträgen zur Geschichte und Pflege des Zwiefachen, vielfältigen Workshops und den Auftritten verschiedener Gruppen in den Wirtshäusern Hemaus und ihm Zehentstadel wird der Zwiefache von ganz unterschiedlichen Seiten beleuchtet und insbesondere getanzt, gesungen und gespielt.

Freitag, 6. April 2018:

Gäste bei Evi Strehl sind die „Stoaberg Sängerinnen“, die bereits seit 1998 unter diesem Namen singen. Ihr überwiegend selbstgemachtes Liedgut umfasst alle Bereiche des Jahres, egal ob kirchliche Angelegenheiten oder natürlich auch die freudigen und lustigen Zeiten des übrigen Jahres. Ihren Namen haben sie vom Ramsauer „Stoaberg“, einem vorgelagerten Berg des Hochkalter-Massivs in der bayerischen Ramsau bei Berchtesgaden. Zwei der Sängerinnen kommen aus Berchtesgaden und Oberau und seit 2011 singt Ursula Eder aus Piding als Nachfolgerin von Annemarie Vogl die dritte Stimme.

Freitag, 13. April 2018:

Der Geiger, Komponist und Musikwissenschafter Hermann Fritz aus Wien ist zu Gast bei Evi Strehl. Als Ländlerspezialist und Jazzmusiker war er in den 80er-Jahren einer der Impulsgeber jenes Genres, das in den 90er-Jahren als „Neue Volksmusik“ entdeckt wurde, die Urfahraner Aufgeiger und die Attwenger waren seine Schüler. Aus ethnologischen und historischen Quellen rekonstruiert Hermann Fritz eine faszinierende Tanzgeigentechnik, fernab vom pflegerisch konstruierten ethnic mainstream heutiger Volksmusikpflege. Hermann Fritz ist der Dissident der österreichischen Volksmusikforschung. Er lehnt den Begriff „Volksmusik“ ab: Es gibt eine historische Tanzmusik - und die schauen wir uns an! „Identitäten sind dazu da, um daran zu kratzen“ (Sloterdijk).

Freitag, 20. April 2018:

Zu Gast bei Evi Strehl sind Hubert Zellner aus Arget und Bernhard Lederer aus Sauerlach. Die beiden aktiven Trachtler kennen sich seit ihrer Kindheit und spielen seit einigen Jahren gemeinsam im Niederhamer Saitenklang. Beide sind in der Volksmusikszene engagiert: Hubert ist der Volksmusikpfleger des Landkreises München. Bernhard ist Volksmusikwart des Oberlandler Gauverbandes und spielt Akkordeon in der Gspusi-Musi.

Freitag, 27. April 2018:

Gäste aus der Schweiz kann Evi Strehl heute in SERVUS begrüßen: Evi Güdel-Tanner von der Husistein-Musi mit der CD „Pächtönelis Erbe - Wiederentdeckte Tänze der Husistein-Musik“. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mussten viele Innerschweizer wegen des verlorenen Sonderbundskrieges ein zusätzliches Einkommen suchen. Die musikalisch begabten Luzerner Hinterländler gründeten Tanzmusikgesellschaften. Manche von ihnen, wie die Husistein-Musik aus Ettiswil, wurden sehr bekannt und weit herum engagiert. Ein sensationeller Notenfund und die Initiative von Adrian Steger, einem Nachfahren eines Husistein-Musikers und Leiter der Musikinstrumentensammlung Willisau, machten es möglich, dass die Formation 2015 wieder zum Leben erweckt wurde.

Bilder

Volksmusikpfleger und Musikant Christoph Lambertz. | Bild: BR/Kreutzer-Schertler zur Bildergalerie Servus! Freitagsgäste

Jeden Freitag begrüßt Evi Strehl von 15.00 bis 17.00 Uhr Studiogäste aus dem Bereich der Volksmusik, Mundart und Tradition. Hier sehen Sie, wer schon da war. [mehr]

Zum Anhören

Die Weiß´ngroana. | Bild: BR zum Audio Servus! Musik und Gäste Die Weißngroaner

Die Weißngroana sind zu Gast bei Evi Strehl - eine junge rassige Musi aus der Gegend zwischen Fischbachau und Chiemsee. Mit einem ganz eigenen musikantischen Biss treiben die 6 Musikanten ihre Musik nach vorn und begeistern Zuhörer und Tänzer. [mehr]


Anton Gmachl und Andreas Estner | Bild: BR/Johanna Schlüter zum Audio Servus! Musik und Gäste Anton Gmachl vom Mozarteum

Anton Gmachl ist der Leiter des Volksmusik-Studiengangs am Mozarteum in Salzburg, das im Frühjahr 25-jähriges Bestehen feiern kann. Andreas Estner spricht mit ihm über die Geschichte der Volksmusik am Mozarteum, über den Studienalltag und die Strahlkraft einer universitären Volksmusikausbildung. [mehr]


Georg und Maximilian Obermüller | Bild: BR/Markus Konvalin zum Audio Servus! Musik und Gäste Georg und Maximilian Obermüller

Zum dreijährigen Sendejubiläum hat Evi Strehl Vater Georg und Sohn Maximilian Obermüller ins BR-Heimat-Studio eingeladen. Anno 1886 gründete Michael Obermüller aus Wattersdorf im Landkreis Miesbach die Blaskapelle Obermüller, die seit Oktober 2002 auch als Hauskapelle im Hofbräuhaus München fungiert. [mehr]