BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 7.05 Uhr auf Bayern 2 und um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Feiertagsprogramm

Donnerstag, 25. Mai - Christi Himmelfahrt

Grenz-Erfahrungen
"Moastoana" sind die Leidenschaft von Erich Wellisch aus Lohberg im Bayerischen Wald

Von Christoph Thoma und Stefan Frühbeis

Grenzenlos hören - das geht in dieser Stunde nicht. Dieser Heimatspiegel extra ist voller Grenzen, Grenz-Erfahrungen und Geheimnisse. Wir kennen Hunderte von Sagen, in denen der Teufel Grenzsteine versetzt. Und jede Sage trägt ein Körnchen Wahrheit in sich. So erfährt Erich Wellisch aus Lohberg im Bayerischen Wald fast täglich, dass der scheinbar bekannte und über Jahrzehnte überlieferte Grenzverlauf von Eigentum mit dem tatsächlichen, dem in Flurkarten, Liegenschafts- oder Katasterkarten eingetragenen Grenzverlauf, nicht übereinstimmt. Sein Hobby ist sein Lebens-Inhalt. Wann immer es seine Zeit erlaubt, geht Erich Wellisch mit seinem eisenbeschlagenen Stecken, der „Fluchtstange“, in den Wald und sucht nach alten, verschollenen Grenzsteinen, nach Mark-Steinen, "Moastoana", wie es bei ihm daheim heißt. Die Rekonstruktion von Eigentums-Grenzen in der Waldwildnis ist ihm ein Anliegen. Und siehe da: Abweichungen von 50 Meter und mehr von der "überlieferten" Grenzlinie sind keine Seltenheit. Und Grenz-Steine gibt es viele im Bayerischen Wald … Christoph Thoma hat den Wellisch Erich aus Lohberg nahe der bayerisch-böhmischen Grenze auf seinen Grenz-Gängen begleitet und ist mit spannenden Grenz-Erfahrungen zurückgekehrt.

Pfingstsonntag, 4. Juni

"Drum greifet froh zum Wanderstab und reiset nach Peru ..."
Auf musikalischen Spuren bayerischer und Tiroler Auswanderer in Pozuzo
Von Ulrike Zöller

Ortseingang von Pozuzu

Ein Lied, das die Autorin Mitte der 70er-Jahre in einer Sammlung historischer Volkslieder fand, ließ sie nicht mehr los. So viel war im Kommentar dazu zu erfahren: Das Lied handelte von Tirolern, die aus verschiedenen Gründen, die im Lied aufgezählt werden, nach Peru auswandern. Dieses Lied gab für die Musikwissenschaftlerin und Volkskundlerin Ulrike Zöller den Ausschlag auf Spurensuche zu gehen und nachzuforschen. Und tatsächlich: Es gibt ein Tiroler Dorf in Peru, wenn auch sehr schwer erreichbar, fast 500 Kilometer nordöstlich von Lima gelegen. Nach Pozuzo, vor 150 Jahren im Dschungel gegründet, gelangten die bayerischen und Tiroler Migranten nach einer abenteuerlichen einjährigen Reise. 
Als sie Auswanderer nach der beschwerlichen Seereise und der Wanderung über 5000 Meter hohe Bergpässe an ihrem Ziel ankamen, besaßen sie nichts mehr außer ihrer Sprache, ihren Geschichten und ihren Liedern - erklärt die aus Niederbayern stammende Leiterin des Heimatmuseums in Pozuzo, Eva Solleder.

Die älteren Einwohner von Pozuzo beherrschen noch einige der alten Lieder, ein später zugewanderter Priester ergänzte das Repertoire durch eigene Kompositionen - und einige Tiroler Musikanten aus der alten Heimat sorgten in den vergangenen Jahren dafür, dass das musikalische Erbe nicht in Vergessenheit gerät oder schenkten den Pozuzinern alpenländische Instrumente - wie beispielsweise die Diatonische Harmonika, auf der der Wirt Juan Köhle der Autorin Ulrike Zöller alte Tiroler Tänze spielte - bevor er ihr Tiroler Gröstl und Bananenstrudel servierte. Grenzenlos hören: im Heimatspiegel extra am Pfingstsonntag.

Pfingstmontag, 5. Juni

Auf der Roas
Das Reisen im Spiegel der Volksmusik

Von Regina Fanderl

Pfingsten ist Reisezeit. Volksmusikalisch stellt sich das Reisen in vielfältiger Weise dar. Während wir heute unter dem Begriff eine längere Fahrt in weiter entfernte Gegenden dieser Welt verstehen, ist in den überlieferten Liedern oft schon der Weg ins nächste Dorf eine Reise. Junge Männer „reisen zum Tor hinaus“, wenn sie in den Krieg ziehen müssen, Pilger begeben sich auf eine Fußreise zum Wallfahrtsort, und der Handwerksbursch reist von einem Meister zum anderen. Wenn die Not zu groß wird, denken die Betroffenen ans Auswandern: „Wir reisen ins Amerika“!
Freilich, das Reisen, das Sich-Aufmachen und das Wieder-Heim-Kommen spiegeln sich auch in der instrumentalen Volksmusik wieder. In böhmischen Polkas, ungarischen Csárdás, italienischen Canzones oder schwedischen Tänzen - gespielt auf Hackbrett, Geige oder Zither.
Warum und wohin reisen wir besonders gern? Auch dieser Frage ist Regina Fanderl im „Heimatspiegel extra“ am Pfingstmontag auf der Spur.

Bayern natürlich

Taubenschwänzchen (Schmetterling) | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Im Mai kehren nicht nur viele Zugvögel nach Bayern zurück, sondern auch Schmetterlinge. Das Taubenschwänzchen ist einer davon. [mehr]

Buchempfehlungen

Alle Bücher der Bayerischen Bücherschau April 2017 | Bild: Volk Verlag, Verlag Friedrich Pustet, Buch- und Kunstverlag Oberpfalz, SüdOst Verlag, edition lichtung, edition tingeltangel; Montage: BR zur Bildergalerie mit Informationen Bayerische Bücherschau Franz Bumeders Lesetipps für Ostern 2017

Osterzeit, Ferienzeit, das heißt neben Ausflugszeit für viele Erholungssuchende auch Entspannung – und , ja, durchaus auch Lesezeit. Und da bietet der bayerische Büchermarkt so einiges. Franz Bumeder hat sich umgehört bzw. umgeschaut, - und einige ganz interessante Neuerscheinungen entdeckt. [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Heimatspiegel-Moderator Markus Tremmel | Bild: BR zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Denkmal für König Max I. Joseph in Rottach-Egern | Bild: BR/Kaufmanngrafik zur Bildergalerie Das königliche Tal Auf den Spuren der Wittelsbacher am Tegernsee

Als 1803 das Kloster Tegernsee aufgelöst wurde, fiel auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum weg. 1817 erwarb König Max I. Joseph die Gebäude. Damit kam wieder Leben ins Tal. Der Wittelsbacher und seine Familie sind dem Tegernsee bis heute verbunden. [mehr]


Andreas Pahler mit Holzstamm | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Volksmusik von A(horn) bis Z(arge) Das Holz, aus dem die Noten sind

„Tonholz“ braucht bestimmte Eigenschaften. Jeder Instumentenbauer und jeder Kulturkreis setzt auf spezielle Hölzer. Als Deckenholz für Streichinstrumente kommt häufig Fichte oder Tanne zum Einsatz, Boden und Hals sind aus Ahorn, Griffbretter aus hoch beanspruchbarem Ebenholz. [mehr]


Holz-Kunst Schnaitsee | Bild: BR/Haberlander zur Bildergalerie Kunstausstellung in Schnaitsee "Expedition Hoiz"

Neues Leben in altem Holz - so könnte man die Ausstellung im Rathaus Schnaitsee umschreiben. Die beiden Holzkünstler Elvira Schmidt und Mathias Schneider stellen ihre Werke unter dem Motto "Expedition Hoiz" dort aus. [mehr]


Holzschnitt: Zerstörung Kloster Tegernsee | Bild: Volk-Verlag/Sepp Mohr zur Bildergalerie Tegernseer Sagen Holzschnitte illustrieren Geschichten

Um den "Tegernseer Sagen" Leben einzuhauchen, hat der Künstler und Lehrer Sepp Mohr die Geschichten nicht nur aufgeschrieben, sondern mit Holzschnitten bebildert. Hier sehen Sie einige der Illustrationen, zum Beispiel zur Gründung des berühmten Klosters. [mehr]


Herbst in der Wolfsschlucht | Bild: BR/Alexandra Hausner zur Bildergalerie Wandertipp im Herbst Wolfsschlucht bei Kreuth

Die Wanderung zur Wolfsschlucht bei Kreuth im oberbayerischen Voralpenland ist abwechslungsreich und hier ist der Weg das Ziel. Denn der Weg führt nicht nur am Wasser entlang, sondern auch hindurch. Die Herbstfarben leuchten sogar im Nebel! [mehr]

Berge und Wandern

Von der Litzauer Schleife nach Lechbruck | Bild: BR; Andrea Zinnecker zum Artikel Von der Litzauer Schleife nach Lechbruck Wanderung auf einer einsamen Lechweg-Etappe

Lech-Erlebnisweg, Lechhöhenweg oder auch nur Lechweg – gemeint ist dasselbe: der Wanderweg entlang des Lechs von Augsburg bis Füssen. Zwischen Schongau und Lechbruck befindet sich die Litzauer Schleife – ein Naturschutzgebiet und wahres Kleinod. [mehr]


Eine Kulturwanderung bei Waldmünchen in der Oberpfalz   | Bild: BR; Christoph Thoma zum Artikel Rund um den Gibacht Kulturwandern bei Waldmünchen in der Oberpfalz

Furth im Wald hat den „Drachenstich“ - in Waldmünchen reitet „Trenck der Pandur“. Hinter den bekannten Festspielstädten erinnert die Wanderung rund um das Gibacht-Bergmassiv an die Glasmachergeschichte im Grenzgebiet zwischen Bayern und Böhmen. [mehr]

Am Mikrofon

Illu: Team | Bild: colourbox.com; Montage: BR zur Übersicht Unsere Moderatoren Die Gesichter zu den Stimmen

Wer spricht denn da? So sehen die Moderatoren der "BR Heimat" aus und das bedeutet "Heimat" für sie. [mehr]

Dialekt-Kunde

Gerald Huber, Redakteur Bayerischer Rundfunk und Herausgeber der Buchreihe "Bayern genießen" | Bild: Christoph A. Hellhake zur Übersicht "Obacht Bairisch!" Mit Gerald Huber

"Sprache ist unser kulturelles Kraftzentrum, unser "Lebenssaft". In Bayern werden neben Bairisch auch Fränkisch und Schwäbisch-Alemannisch gesprochen. Alle drei Sprachen zusammen bilden das Spitzentrio unter den größten lebenden Regionalsprachen Europas. [mehr]