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Fränkisch für Anfänger Sprachtafeln als Starthilfe für Zugezogene

Integration kann nicht funktionieren ohne eine solide Kenntnis der Mundarten. Eine Starthilfe sollen Sprachtafeln geben – auch auf fränkisch. Außerdem unterhalten wir uns diesmal mit Egon Helmhagen, einem fränkischen Original.

Stand: 04.07.2017

Ausschnitt aus der fränkischen Sprachtafel | Bild: Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung

Fränkischen Dialekt zu sprechen und zu verstehen ist nicht so leicht für Menschen, die nicht aus Franken kommen. Viele Migranten haben in Bayern bereits einen Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen. Und viele Menschen sind auch aus anderen Bundesländern nach Franken gezogen. Ihr Deutsch ist in der Regel so gut, dass die Sprache kein Problem sein sollte – entweder weil sie sowieso Muttersprachler sind oder weil sie intensiv gelernt haben.

Das gilt zumindest, wenn es um ein Gespräch auf Hochdeutsch geht. Nun wird aber im Freistaat doch recht viel Dialekt gesprochen. Und der hat mit der Hochsprache teilweise nur noch sehr wenig zu tun. Eine Starthilfe zum besseren Verständnis des Dialekts sollen Sprachtafeln geben, auf denen die  wichtigsten Worte für den Alltag stehen. Die gibt’s auf bairisch, schwäbisch und neuerdings auch auf fränkisch. Doch kann das wirklich bei der Kommunikation helfen?

"Wie soochd mers?"

Was Zugezogene wie integrationswillige Migranten gleichermaßen wirklich brauchen, sind Vokabeln zum täglichen Leben im entsprechenden Dialekt. Nach dem Erfolg von "I lern boarisch!", der Sprachtafel, mit deren Benutzung man bei der grantigsten Münchner Bedienung "wos zum dringa" bekam, wird nun auch das Leben in Franken für Nicht-Einheimische deutlich einfacher: Mit "Wie soochd mers auf Fränkisch".

Herausgegeben wurden die Sprachtafeln vom Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung in Zusammenarbeit mit dem "Förderverein Bairische Sprache und Dialekte e. V."

Fränkisches Original: Egon Helmhagen zu Gast im Studio

Außerdem haben wir diesmal ein fränkisches Urgestein zu Gast in unserem Studio. Egon Helmhagen ist Mundartdichter, Sänger, Humorist – und der selbsternannte "fränkische Funk-Blauderer". An seinem 80. Geburtstag hat er uns besucht. Bekannt ist er dem Publikum aus Sendungen wie dem "Glückwunschkonzert", der "Funkpost" und aus diversen Volksmusiksendungen. Er ist außerdem ein Urgestein der Fastnacht in Franken – bereits bei der ersten Fernseh-Prunksitzung im Jahr 1987 war er dabei. Für die Nürnberger Zeitung schrieb er jeden Samstag die Glosse "Egons Plaudereien".

Legendärer Werbespruch

1995 wurde er außerdem mit dem "Frankenwürfel" ausgezeichnet. Und viele dürften ihn auch noch wegen eines legendären Werbespots für die Unterhaltungselektronik-Firma Metz aus Zirndorf kennen. Darin sprachen ein Rainer und ein Egon. Der Rainer hat dem Egon da von der neuesten Technik erzählt. Und am Schluss hat der Egon gesagt: "Metz mächert ich a". Im MundArt-Magazin verrät er, wie es dazu kam und was für ihn das Besondere am fränkischen Dialekt ist.


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