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Faschingsbeginn Närrisches Treiben in Franken

Am 11.11. beginnt der Fasching. Wir klären, was der Franke an diesem Tag so macht und schauen zum Auftakt der närrischen Zeit nach Hirschaid – dort werden Luftschlangen "gezüchtet".

Stand: 06.11.2017

Gesehen in Mömlingen, Landkreis Miltenberg. | Bild: Roland Schönmüller, Eichenbühl, 11.11.2016

In Veitshöchheim, der fränkischen Hochburg des närrischen Treibens, laufen schon seit geraumer Zeit die Vorbereitungen auf die Fastnacht in Franken. Und wir wollen Sie ein wenig auf die närrische Zeit einstimmen, damit Sie der Fasching nicht völlig unvorbereitet trifft.

Sturm auf fränkische Rathäuser

Zum Startschuss in die fünfte Jahreszeit werden nämlich auch in ganz Franken Rathäuser gestürmt, Prinzenpaare ernannt und zahlreiche Faschingsfeiern abgehalten. Doch was macht eigentlich der gemeine Franke am 11.11.? Bereitet er sich innerlich oder äußerlich schon auf die närrische Zeit vor? Stürzt er sich übermütig um 11.11 Uhr ins bunte Treiben? Oder ist es ihm einfach "worscht"? Wir haben auf der Straße nachgefragt.

Außerdem sind wir nach Hirschaid gefahren. Denn dort wird die Serpentina aeronautica vulgaris hergestellt – besser bekannt unter dem Namen gemeine Luftschlange. Natürliche Lebensräume von Luftschlangen sind Kinder- und insbesondere Faschingsfeiern. Die domestizierte Form der Luftschlange gilt als typisches Haustier und wird ohne aufwändige Dressur handzahm. Nach dem Schlüpfen aus ihrer Kunststoffummantelung braucht sie nur wenig Aufmerksamkeit und Pflege, eignet sich also hervorragend als Spieltier auch schon für Kinder.

Während der Sommermonate ziehen sich Luftschlangen in eine saisonale Ruhestarre zurück, die spätesten am 11.11. um 11.11 Uhr beendet ist. Schon bald nach dem Schlüpfen setzt der körperliche Verfall ein, sodass die Lebenszeit relativ kurz ist. Und eine der maßgebenden Zuchtstationen dieser Spezies haben wir in Hirschaid besucht.


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