Elektronik im Winter Auch Handy & Co frösteln
Jetzt geht's los mit den wirklich extremen Temperaturen. Minus 20 Grad können es in den Nächten in einigen Gebieten werden, und auch in der Früh ist es noch bitterkalt. Für uns heißt das: Dick anziehen! Aber nicht nur wir frieren, sondern auch Handy, Notebook und Digicam. Vertragen die Geräte die Kälte?
Es ist gar kein Problem für iPhone, Laptop oder Navi, mal eine Nacht bei minus 20 Grad im Auto zu verbringen. Allerdings gibt es dabei zwei Haken: Das Gerät darf dabei nicht laufen, und: es muss sich danach wieder ganz langsam an die Wärme gewöhnen! Denn sonst gibt's den so genannten Brillenträger-Effekt: Man kommt von draußen in einen warmen Raum, und schon ist man fast blind, weil die Brille beschlägt.
Genau dasselbe passiert auch in technischen Geräten, und das kann gefährlich werden. Wenn ein Notebook eingeschaltet wird, das innen noch beschlagen ist, dann kann die Festplatte kaputt gehen. Und dann sind zumindest einige, wenn nicht alle Daten, einfach weg. Darum: Warten Sie etwa zwei Stunden, bis sich ein eiskaltes Gerät wieder aufgewärmt hat. Erst dann verdunstet das Kondenswasser und es besteht keine Gefahr mehr.
Ähnlich ist das beim Handy: Das steckt ja meistens in irgendeiner Außentasche und fröstelt vor sich hin. Gefährlich ist das zwar nicht, kann aber einige Probleme machen. Zum Beispiel wird der Akku viel schneller leer, und das Handy schaltet sich plötzlich aus. Darum gehören Smartphone & Co im Winter in die warmen Innentaschen. Und auch hier gilt wieder: Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen. Das Handy darf also nach dem Winterspaziergang nicht direkt an den warmen Kachelofen gelegt werden.
Was tun im Notfall?
Ist das Handy doch zu schnell aufgewärmt worden und vielleicht sogar innen beschlagen, sollten Sie versuchen, das Gerät zu trocken. Dazu wird der Akku entfernt und das Gerät anschließend mit geöffnetem Batteriefach ins warme Zimmer gelegt. Auf keinen Fall darf das Gerät in Backöfen, auf Heizungen oder mit einem Fön erhitzt werden!
Probleme machen die Smartphones auch, wenn man versucht, sie mit Handschuhen zu bedinen: Es klappt nicht. Sogenannte kapazitive Touchscreens reagieren nämlich gar nicht auf Druck, sondern auf die Veränderungen eines schwachen elektrischen Felds an der Oberfläche. Weil Handschuhe nicht leiten, merkt das Handy garnicht, dass da jemand drauf rumdrückt. Darum gibt es Spezialhandschuhe, in deren Fingerkuppen leitende Fasern eingewoben sind.
Und noch eine Möglichkeit: Das Technik-Portal chip.de hat es mit Minisalami-Würstchen probiert - und es funktionierte. Es hinterließ allerdings einen fettverschmierten Bildschirm...

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