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Krimikomödie Who killed Marilyn?

Im kältesten Provinzstädtchen Frankreichs wird die Leiche der schönen Candice geborgen. Alle glauben an Selbstmord, bis auf den Krimiautor David Rousseau, der zufällig die Bergung der Leiche beobachtet hat. Rousseau findet die Tagebücher von Candice, die optisch eine Kopie von Marilyn Monroe ist. Je mehr er sich in ihre intimsten Eintragungen hineinliest, umso weniger glaubt er an Selbstmord.

Von: Magali-Ann Thomas Stand: 31.07.2012
Filmszene: Who Killed Marilyn | Bild: Neue Visionen

Rousseau fängt an zu recherchieren und stößt dabei auf harte Widerstände in den Reihen der Polizei. Nach und nach werden Verbindungen zwischen dem Leben und Sterben von Candice und von Marilyn Monroe klar. Rousseau deckt immer mehr Verstrickungen auf, die Kreise bis in höchste politische Ämter ziehen. Und er verliebt sich in die tote Schöne, die seine kreative Schreibader neu befeuert.

Kritik:

Bewertung

Filmbewertung: vier von fünf Sternen | Bild: BR

"Sehenswert!!"

Die Geister der Toten spazieren in "Who killed Marilyn" umher. Die schöne Candice, könnte eine Reinkarnation der einmaligen Marilyn Monroe sein. Und damit könnte man die rätselhaften Umstände ihres Todes klären: von beiden Frauen, die sich im Film so ähnlich sind. Wagemutig stürzt sich der französische Regisseur Gérald Hustache-Mathieu in wilde Spekulationen. Seine Krimikomödie setzt er in einer tief verschneiten Niemandslandregion an der französisch-schweizerischen Grenze in Szene.

Wer war ich?

Mit dem Krimiautor David Rousseau erschafft Hustache-Mathieu eine Figur, die sich aus dem Film-Noir-Genre nährt. Lakonisch, zynisch und mit erwachenden romantischen Gefühlen macht sich David auf die Suche nach den wahren Umständen, die Candice den Tod brachten. Das ist spannend, rührend, manchmal etwas dick aufgetragen, aber voll mit bezaubernden Elementen.

Erotik bei Minustemperaturen

Im Heimatland Frankreich hat der Film die Kritiker gespalten - zwischen höchsten Lobpreisungen und tiefsten Verrissen finden sich alle Geschmacksrichtungen. Letzlich schafft der Film eine konsequent erzählte Krimigeschichte, die einen bis zum Schluß nicht loslässt. Getragen von exzellenten Darstellern, die eisige Landschaften mit einer Spur Erotik und sehr viel Fantasie würzen. Der französische Titel "Poupoupidou" nimmt den guten Schuß Humor vorweg, der diesen Film begleitet. Absolut sehenswert.

Fazit: Französische Krimikomödie, die mit einer starken Hauptfigur auf Spurensuche in die Vergangenheit geht. Marilyn Monroe und Käsewerbeträgerin Candice Lecoeur haben mehr gemeinsam als man glaubt. Das ist spannend, sympathisch und unterhaltsam in Szene gesetzt.

Infos:

  • Originaltitel: Poupoupidou
  • Genre: Komödie
  • Regie: Gérald Hustache-Mathieu
  • Drehbuch: Gérald Hustache-Mathieu, Juliette Sales
  • Darsteller: Jean-Paul Rouve, Sophie Quinton, Guillaume Gouix, Olivier Rabourdin
  • Kamera: Pierre Cottereau
  • Musik: Stephane Lopez
  • Kinostart: 2.08.2012
  • FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

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