All-Expedition Prometheus - Dunkle Zeichen
Im Auftrag des Konzerns Weyland Industries, vertreten durch Meredith Vickers (Charlize Theron), machen sich eine Forschergruppe und der Androide David (Michael Fassbender) auf die Reise nach den Ursprüngen menschlichen Lebens.
Angeführt wird die Gruppe von Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green), die überzeugt davon sind, dass die mysteriösen Zeichen, die sie überall auf der Welt entdeckt haben, wichtige Hinweise sind. Doch der entlegene Planet, auf dem die Crew landet, hält für die Passagiere der "Prometheus" keine Antworten bereit, sondern Albtraumhaftes ...
Kritik:
Bewertung
"Stark!"
Der griechischen Mythologie nach war Prometheus der Schöpfer der Menschen und formte sie aus Ton. Wofür ihn Göttervater Zeus bitter bestrafte, und Goethe ihm Jahre später ein Gedicht widmete. In Hollywoods Schöpfungsgeschichte dagegen gibt es keinen Titanensohn, der Prometheus heißt. Vielmehr hat das Raumschiff, das sich in ferne Galaxien aufmacht, diesen Namen. Reichlich mythisch bis esoterisch hat "Alien"-Regisseur Ridley Scott den Film dennoch gehalten.
Verständigungslücken im Weltall
So simpel die Vorgänge im All-Abenteuer auch sein mögen, sie werfen einige Verständnis- und Logikfragen auf, die vermutlich noch viele Fan-Blogs füllen dürften. Zum Beispiel: Wieso steuern die bösen ‚Ingenieure' nicht gleich die Erde an, sondern warten erst auf die Ankunft des menschlichen Suchtrupps? Sei's drum, die Mission ist dennoch eine spannende Angelegenheit. Die der umtriebige Scott allerdings nicht als klassisches Prequel, also Vorgeschichte zur "Alien"-Saga verstanden wissen will.
Schleimig und monsterhaft
Wobei es auch hier reichlich schleimig und monsterhaft zugeht, so manche Parallele zum "Alien"-Universum erkennbar ist, und die Rettung natürlich wieder ganz in Frauenhand liegt. Statt 80er Jahre-Fighterin Sigourney Weaver nimmt sich nun die hoch gehandelte Noomi Rapace der Sache an, die seit ihrer Lisbeth-Rolle in der schwedischen Millennium-Trilogie gut gebucht ist. Das Kino kann zwar keine Titanen schaffen, aber Heldinnen allemal.
Fazit: Horror-Sci-Fi im Halbdunkel, der seine Wirkung nicht verfehlt. "Prometheus - Dunkle Zeichen" ist eine All-Expedition, technisch fein in 3D und inklusive Schöpfungsfrage.
Infos:
- Originaltitel: Prometheus
- Genre: Science Fiction, Thriller
- Regie: Ridley Scott
- Drehbuch: John Spaihts, Damon Lindelof
- Darsteller: Noomi Rapace, Michael Fassbender, Charlize Theron, Logan Marshall-Green, Guy Pearce
- Kamera: Dariusz Wolski
- Musik: Marc Streitenfeld
- Kinostart: 9.08.2012
- FSK-Freigabe: ab 16 Jahren

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