Hochglanz-Sportler Mavericks
Mavericks - das sind berühmt-berüchtigte Riesenwellen, die für jeden Surfer Traum und Alptraum zugleich bedeuten.
Als Jay Moriarity (Jonny Weston) herausfindet, dass diese Wellen an einer Küste entstehen, die nicht weit von seinem Heimatort entfernt liegt, fasst der 15-Jährige den Entschluss: Er wird Mavericks surfen. Hilfe bekommt er von Rick "Frosty" Hesson (Gerard Butler). Während sich die beiden Männer auf dieses Abenteuer vorbereiten, entwickelt sich eine tiefe Freundschaft, die ihnen dabei hilft, gemeinsam schwere Schicksalsschläge zu überwinden.
Kritik:
Bewertung
"Nicht nur für Surfer!"
Ein vernachlässigter Junge, der es nicht leicht hat in seinem Leben, findet einen Mentor. Dieser unterstützt ihn bei seiner größten Leidenschaft und wird zu einem Ersatzvater - hört sich so an, als hätte man diese Geschichte schon unzählige Male in einem Hollywood-Streifen verarbeitet. Doch: Die Geschichte von Jay Moriarity ist wahr. Der Surfer aus Kalifornien lebte von 1978 bis 2001 und gilt noch heute als großes Vorbild in der Szene, weil er nicht nur ein hervorragender Sportler, sondern auch ein lebensfroher Mensch mit einer großen Liebe und Wertschätzung für das Meer war.
Wahre Geschichte
In Zusammenarbeit mit Jays Witwe und dem echten "Frosty" Nixon ist der Film Mavericks entstanden. Die vielen Rück- und Schicksalsschläge entstammen also einmal nicht (nur) einem Drehbuchautor, der etwas zu dick aufträgt - das Leben hat sie geschrieben. Leider hat man trotz allem das Gefühl, dass man Jay und seine Geschichte nur oberflächlich kennen lernt, denn alles in allem wirkt Mavericks zu glatt, zu perfekt.
Fantastische Aufnahmen
Traumhafte Bilder von der kalifornischen Pazifikküste lassen den Surf-Mythos wieder einmal aufleben. Die Kameraführung von Oliver Euclid und Bill Pope ist genial: Dank großartiger Luftaufnahmen schwebt man einmal über den Riesenwellen und sieht wie winzig die Surfer sind, die sich ihnen stellen wollen, mit welcher Gewalt sich die Wellen an Felsen brechen. Dann ist man wieder mitten drin im Wasser, mit Jay unter einer Welle oder man steht als Zuschauer vermeintlich selbst auf dem Surfbrett.
Harmonie pur
Jonny Weston und Gerard Butler harmonieren. Es gelingt ihnen, dass man sich auf sie einlässt, mitfiebert und mitleidet. Da Frosty Jay nicht nur das Surfen an sich lehrt, sondern alles, was dazu gehört, wird man auch als Kinobesucher aufmerksam gemacht auf die Gewalt des Meeres, die Ruhe vor dem Sturm, die Bedeutung von unterschiedlichen Brandungen oder wie wichtig es ist, die Natur zu achten.
Fazit: "Mavericks" ist für alle Surfer ein Muss, schon allein deswegen, weil der Film einen außergewöhnlichen Sportler und Menschen huldigt. Aber auch Nicht-Surfer können sich von diesem Sport-Drama mitreißen, begeistern und in gewisser Weise sogar belehren lassen.
Infos:
- Originaltitel: Chasing Mavericks
- Genre: Drama
- Regie: Curtis Hanson, Michael Apted
- Drehbuch: Kario Salem
- Darsteller: Gerard Butler, Jonny Weston, Elisabeth Shue, Abigail Spencer
- Kamera: Bill Pope, Oliver Euclid
- Musik: Chad Fischer
- Kinostart: 17.01.2013
- FSK-Freigabe: ab 6 Jahren

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