Tierische Schatzsuche Janosch - Komm wir finden einen Schatz
Nasenjucken ist ein klares Zeichen für bevorstehende Abenteuer. Und den kleinen Bären juckt es gerade kräftig an der Nase. Tatsächlich finden er und der kleine Tiger eine Schatzkiste. In der ist nur leider nichts drin, bis auf ein paar weitere leere Kisten und … eine Schatzkarte.
Der kleine Bär und der kleine Tiger überlegen nicht lang, sie wollen diesen Schatz finden. Doch Hund Kurt, der knurrt, kommt ihnen in die Quere und zerreißt die Schatzkarte bei einem Gerangel. Die eine Hälfte fliegt dabei aus dem Fenster. Wie sollen sie denn jetzt den Schatz finden?
Der Zufall hilft und schickt ihnen Jochen Gummibär über den Weg, ein Hase, der auf der Suche nach Freunden ist. Jochen Gummibär hat die andere Hälfte der Schatzkarte und will damit Freunde finden. Der kleine Bär und der kleine Tiger tun sich mit ihm zusammen, um einige Abenteuer zu bestehen, einen Schatz zu finden und vor allem auch gute Freunde zu werden.
Kritik:
Bewertung
"Uninspiriert!"
Janoschs Kinderbücher sind anders. Innerhalb der heilen Welt gibt es Verrücktheiten. Das macht sie interessanter und lebendiger als viele andere Kinderbücher. Janosch geht es nicht darum, die Kinder zu belehren. Zumindest nicht so vordergründig, wie es in der Verfilmung von "Komm, wir finden einen Schatz" passiert. Die Figuren sind geliehen, der Titel ist geliehen, aber ansonsten hat die Buchvorlage wenig gemein mit dem Kinofilm.
Kommerz gewinnt
Vor statischen Szenerien, die eine heile Sommerwelt auf dem Lande darstellen, bewegen sich die animierten Figuren: Tiger, Bär, Hase, Nashorn und viele andere. Alles ist auf die Welt allerkleinster Kinogänger ausgerichtet: Bloß nicht zu viel Aufregung, nichts darf unklar bleiben und jeder Anspruch an Humor wird runtergeschraubt. Ein Kinderfilm wie man ihn sich vorstellt, wenn man auf kommerziellen Erfolg setzt. Leider. Denn es hätte auch anders kommen können. Die Buchvorlage hatte alle Zutaten für einen besonderen Film.
Heiße Luft
Mit seinen 75 Minuten strapaziert "Komm, wir finden einen Schatz" in seiner Länge die kleinsten Kinogänger. Die größeren, die schon Kino gewohnt sind, werden dem Film inhaltlich nichts mehr abgewinnen können. Selbst wenn er zum Teil auch in einer 3-D Version in die Kinos kommt. Worauf die Macher aber immer bauen können, ist der Name von Janosch, der ein Publikum in die Kinos ziehen wird. Aber wenn dieser Bonus verbraucht ist, ist das Erfolgspotential auch schon verpufft. Schade drum.
Fazit: Verfilmung nach Janoschs berühmter Kinderbuchvorlage. Leider ist ein recht konventioneller Kinofilm daraus geworden, der sich von seiner Vorlage nur die Figuren geliehen hat. Als Einstiegsfilm für die ersten Kinogänger tauglich, trotz seiner Länge. Aber leider kein besonders kreativer Wurf.
Infos:
- Originaltitel: Komm wir finden einen Schatz
- Genre: Kinderfilm / Trickfilm
- Regie: Irina Probost
- Drehbuch: Nana Andrea Meyer
- Sprecher: Malte Arkona, Michael Schanze, Elton, Tobias Diakow, Gregor Höppner, Frauke Poolman
- Buchvorlage: Janosch
- Musik: Marius Ruhland
- Kinostart: 17.05.2012
- FSK-Freigabe: o. A.

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