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Nackte Tatsachen Magic Mike

Mike (Channing Tatum) ist 30, gut gebaut und ein Mann mit vielen Talenten. Er arbeitet als Dachdecker, entwirft seine eigenen Möbel – und: er strippt. Jeden Abend steht er im Club seines Chefs Dallas (Matthew McConnaughey) auf der Bühne und bringt die Frauen dort mit seinem Sixpack und seinen Tanzeinlagen zum Kreischen.

Von: Marius Zekri Stand: 14.08.2012
Filmszene "Magic Mike" | Bild: Concorde

Auf dem Bau lernt er den 19-jährigen Adam (Alex Pettyfer) kennen und führt ihn in die Stripperszene ein. Schon bald ist er der neue Star in Dallas' Laden. Adam genießt es, Frauen abzuschleppen und schnelles Geld zu verdienen. Doch in seinem jugendlichen Leichtsinn lässt er sich mit den falschen Leuten ein.

Das wird für Mike zu einem Problem. Denn er will nicht nur Adam aus seinem Schlamassel holen – er hat sich auch noch in dessen Schwester Brooke (Cody Horn) verliebt. Und der sind Stripper fürchterlich suspekt.  

Kritik:

Bewertung

Filmbewertung: fünf von fünf Sternen | Bild: BR

"Knackig!"

Fast nackte Männerkörper, G-Strings, Sixpacks die auch so manchen Olympioniken neidisch werden lassen und wummernde Beats – eine seltene Mischung in Kinos, die nicht in Rotlichtvierteln liegen. Doch "Magic Mike" ist kein starbesetzter Softporno, sondern ein echter Gute-Laune-Film, der nicht nur Arthouse- sondern auch Blockbuster-Potential hat. Denn Regisseur Steven Soderbergh zeigt hier mal wieder, warum er in Hollywood auch mit 50 immer noch als Wunderkind gilt – kaum einer kann so elegant und leichtfüßig Geschichten erzählen, die Spaß machen und doch Substanz haben. Allein deswegen prügeln sich auch große Stars darum, mit ihm zu arbeiten – und tun dann vor der Kamera fast alles für ihn.

Hollywood-Stars ziehen blank

Und so bringen Channing Tatum ("21 Jump Street") und Matthew McConnaughey ("Der Mandant") mit gestähltem Sixpack und lasziven Tanzeinlagen und viel nackter Haut auf der Leinwand Frauen zum kreischen. Allein dieser Anblick ist jeden Cent des Eintrittsgeldes wert, denn so hat man keinen der beiden Schauspieler bislang je gesehen. Wobei man vor allem McConnaughey ansieht, wie viel Spaß ihm diese Rolle gemacht haben muss, schließlich gilt der 42-Jährige in der Branche als Rampensau, als einer der solche Auftritte genießt. Und Channing Tatum kann hier seine Talente jenseits der Optik voll ausspielen. In der Rolle als Stripper mit Ambitionen zeigt er hier nicht nur seine Schokoladen- sondern auch seine verletzliche Seite.

Spaß mit Sixpack

Doch neben den perfekt choreographierten Tanzeinlagen, den Massen von Muskeln, nackter Männerhaut und jeder Menge kreischender Frauen, erzählt Soderbergh hier auch eine ebenso simple Geschichte und doch moralische Geschichte prall aus dem Leben: nämlich die, dass jeder irgendwann seinen Zenit überschritten hat und danach tunlichst was neues machen sollte. Und welche Kulisse eignet sich für solche Stories besser als das Showgeschäft? Dass Soderbergh dabei nicht auf den belehrenden Zeigefinger, sondern auf lockere Unterhaltung setzt, spricht für ihn – und für diesen Film.

Fazit: "Sex sells" heißt es ja bekanntlich immer – hier sorgen die Waschbrettbäuche von Channing Tatum und seiner Kollegen sicherlich für jede Menge Aufmerksamkeit. Aber das sollte niemanden darüber hinwegtäuschen, dass es hier neben knackigen Kerls auch noch richtig gutes Kino fürs Geld gibt – und zwar nicht nur für Frauen, sondern für jeden, der Lust auf einen wirklich unterhaltsamen Film hat.

Infos:

  • Originaltitel: Magic Mike    
  • Genre: Komödie
  • Regie: Steven Soderbergh
  • Drehbuch: Reid Carolin
  • Darsteller: Channing Tatum, Matthew McConnaughey, Alex Pettyfer, Cody Horn
  • Kamera: Peter Andrews
  • Musik: Frankie Pine
  • Kinostart: 16.08.2012
  • FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

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