BAYERN 3 - Kino & DVD

Schon wieder LOL - Laughing out loud

Lola (Miley Cyrus) ist ein typischer Teenie: Liebeskummer, ihre Clique, schlechte Noten und das Erste Mal stehen auf der Tagesordnung.

Von: Julia Binder Stand: 29.05.2012
LOL - Filmszene | Bild: 2012 Constantin Film Verleih GmbH

Außerdem Stress mit der Familie. Denn Lolas allein erziehende Mama (Demi Moore) tut zwar das Beste für ihre drei Kinder, steckt aber selbst in verzwickten Situationen. Immer noch datet sie ihren geschiedenen Mann, außerdem ist da der attraktive Polizist, der es auf sie abgesehen hat. Und als sie auch noch Lolas Tagebuch liest und dabei herausfindet, dass ihre kleine Tochter gar nicht mehr so unschuldig ist, wie angenommen, wird die Mutter-Tochter-Beziehung auf eine harte Probe gestellt. 

Kritik:

Bewertung

Filmbewertung: zwei von fünf Sternen | Bild: BR

"Schlecht aufgewärmt!"

Bei dieser Teenie-Komödie kommt es einem nicht nur so vor, als hätte man das alles schon gesehen, man hat es wirklich schon gesehen. Und zwar exakt so. Denn beim amerikanischen Remake der französischen Komödie LOL hat sich außer den Darstellern und den Drehorten nichts verändert. Sogar die selbe Regisseurin wurde verpflichtet. Lisa Azuelos hat ihren eigenen französischen Film nun noch einmal für Hollywood gedreht.

Seicht und glatt

Und dabei ging vieles an Charme und Liebenswürdigkeit verloren. Die Story ist identisch, sogar die Dialoge kennt man bereits Wort für Wort. Doch irgendwie funktioniert die Geschichte in dieser neuen Inszenierung nicht mehr. Vielleicht liegt das auch daran, dass für Hollywood alles glatter, angepasster, perfekter und damit seichter geworden ist. Miley Cyrus spielt die bockige, pubertierende Tochter - wer sonst würde genug Teenies ins Kino locken? Filmmutter ist Demi Moore, die ihre Rolle mehr oder weniger überzeugend ausfüllt. Doch die Chemie zwischen den beiden Stars stimmt. Die familiäre Beziehung nimmt man ihnen in den meisten Szenen ab. Überhaupt lebt der Film von der Parallelität zwischen Tochter und Mutter, die beide gewisse Dinge zum ersten Mal bzw. zum ersten Mal nach der Scheidung erleben. Durch kreativ gesetzte Schnitte und die Story an sich wird gut herausgearbeitet, dass das Leben der beiden gar nicht so unterschiedlich ist, wie sie annehmen.

Eigentlich überflüssig

Wenn man allerdings die französische Version von LOL gesehen hat, dann kann man dieser neuen Fassung nicht viel abgewinnen. Neu ist sie ja sowieso nicht, innovativ ebenso wenig und deshalb gibt es keinen Grund, dafür ins Kino zu gehen. Außer man ist selbst Teenie und will seine eigenen Probleme einmal auf Hochglanz thematisiert erleben.

Fazit: Eine französische Teenie-Komödie auf Hollywood trimmen - das kann nur schief gehen. LOL in dieser Fassung ist zwar Popcornkino für alle unter 18, aber im Grunde völlig überflüssig.

Infos:

  • Originaltitel: LOL
  • Genre: Komödie
  • Regie: Lisa Azuelos
  • Drehbuch: Lisa Azuelos, Karim Aïnouz
  • Darsteller: Miley Cyrus (Lola, Demi Moore, Douglas Booth,
  • Kamera: Kieran McGuigan
  • Musik: Rob Simonsen
  • Kinostart: 31.05.2012
  • FSK-Freigabe: ab 12 Jahren

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