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Wiederentdeckung der Antike

Von: Susanne Tölke

Stand: 10.03.2014 | Archiv

Geschichte / Ethik und PhilosophieHS, RS, Gy

Warum uns die Renaissance fasziniert: Geniale Künstler, Pracht liebende Fürsten und gierige Päpste repräsentieren verschiedene Varianten des menschlichen Daseins. "Renaissance", zu deutsch: Wiedergeburt, meint die Wiederentdeckung der Antike und damit die Freiheit des Individuums.

"In der Toskana, hauptsächlich in Florenz selbst, hatte die bildende Kunst ihre Wiedergeburt erlebt."

Giorgio Vasari

Der Künstlerbiograf Giorgio Vasari gab damit mit "Rinascità" (Wiedergeburt) das Stichwort vor für die Epoche der Renaissance, die in Florenz eine erste Blüte erlebte. Gefördert von mächtigen und kunstsinnigen Mäzenen wie den Medici und Papst Julius II. eroberten Künstler wie Donatello, Boticelli und Michelangelo mit ihrer Kunst die Wirklichkeit und stellten sie in den Dienst ihrer schier unerschöpflichen bildnerischen Phantasie. Die Humanisten fragten nach der Natur des Menschen, Gutenberg erfand den Buchdruck, ein neues Zeitalter begann.


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