Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Unverträglichkeit und Allergie

Von: Beate Beheim-Schwarzbach

Stand: 22.05.2017

Nahrungsmittelunverträglichkeiten können Beschwerden verursachen. Eine junge Frau isst mit Unbehagen ihren Thunfischsalat. | Bild: picture-alliance/dpa

Expertin:

Prof. Dr. med. Sibylle Koletzko, Abteilungsleiterin der Gastroenterologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien können ganz unterschiedlich ausgeprägt sein und sich stark unterscheiden, betroffen sind meistens Haut, Atemwege oder der Verdauungstrakt. Die Beschwerden reichen von einfachem Bauchgrummeln über Hautjucken bis zum Zuschwellen der Atemwege oder einem schweren Asthmaanfall.

Unterschied zwischen Unverträglichkeit und Allergie
Auch wenn sich die körperlichen Symptome gleichen, im Gegensatz zur Nahrungsmittelunverträglichkeit ist bei einer Nahrungsmittelallergie immer nachweisbar das Immunsystem beteiligt.
Außerdem kann eine Unverträglichkeit bereits beim ersten Kontakt auftreten, die Allergie manchmal erst beim zweiten Mal oder irgendwann im Laufe des Lebens.
Bekannte Auslöser von Nahrungsmittelunverträglichkeit sind Lebensmittelzusatzstoffe und Acetylsalicylsäure (ASS).

Der folgende Text basiert auf einem Interview mit Prof. Dr. med. Sibylle Koletzko, Abteilungsleiterin der Gastroenterologie am Dr. von Haunerschen Kinderspital des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität, München.

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