Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Lifestyle-Krankheit oder mehr?

Von: Christina Teuthorn

Stand: 03.07.2017

Völlig erschöpfte Frau | Bild: colourbox.com

Stress gehört zum Alltag. Wir brauchen manchmal die richtige 'Portion' inneren oder äußeren Druck, um ein Projekt zu Ende bringen, ein Angebot rechtzeitig raus zu schicken, eine gute Idee wirklich umzusetzen oder einfach nur eine schwierige Phase durchstehen zu können. Doch was, wenn der Stress nicht mehr aufhört? Wenn es uns immer schwerer fällt abzuschalten? Wenn eine Aufgabe die nächste jagt und wir nicht mehr zum Durchatmen kommen? Etwa 20 Prozent aller Berufstätigen brennen einmal in ihrem Erwerbsleben aus. Zu spät erkannt, führen die Folgen zu körperlichen Beschwerden und oft langandauernder Arbeitsunfähigkeit.

Es trifft Manager ebenso wie Hausfrauen: Ausgebrannt sein, völlige Kraftlosigkeit, Erschöpfung bis an die Grenze des Nervenzusammenbruchs.

Expertin:

Dr. Dagmar Ruhwandl, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Lehrbeauftragte der Technischen Universität München und Buchautorin.

Das sogenannte Burnout-Syndrom ist ein Symptomkomplex unserer modernen, schnelllebigen Zeit, die die Menschen vollkommen auslaugt. Betroffen sind der Körper ebenso wie die Seele. Mehr als bei vielen anderen Erkrankungen brauchen die Betroffenen eine ganzheitliche Betreuung, um wieder auf die Beine zu kommen.

Dem folgenden Text liegt ein Interview mit Dr. Dagmar Ruhwandl, Ärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, zugrunde.

Erschöpfte Arbeitnehmerin | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Das Krankheitsbild Wie Burnout entsteht

Gibt es wirklich eine Diagnose "Burnout"? Ab wann sprechen Ärzte und Psychologen davon? Was ist der Unterschied zur normalen Erschöpfung oder zu einer Depression? Mehr zu Definition und Verlauf eines Burnouts erfahren Sie hier ... [mehr]

Erschöpfter Mann am Arbeitsplatz | Bild: colourbox.com zum Artikel Die Betroffenen Nur wer brennt, brennt aus

Schätzungen zufolge wird jeder zweite Lehrer in Deutschland aus psychischen Gründen einmal im Erwerbsleben arbeitsunfähig, bei Führungskräften sind es ein Drittel und insgesamt mehr als ein Viertel aller Beschäftigten. [mehr]

Prof. Dr. med. Götz Mundle, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie von der Oberbergklinik im brandenburgischen Wendisch Rietz (Oder-Spree), spricht mit einer Patientin, die an einer Burn-out Erkrankung leidet. | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Therapie Auf was Betroffene achten sollten

So schillernd wie der Begriff Burnout ist auch das Angebot an Therapien - und Therapeuten: Von Psychologen, Physio- und Psychotherapeuten, Ärzten, Anti-Stress-Trainern bis zu Wellness-Gurus - sie alle haben einen Markt entdeckt. [mehr]

Ein Mann entspannt auf einem Sofa | Bild: colourbox.com zum Artikel Burnout-Prävention Entspannen vor dem Verspannen

“Man kann Burnout sehr gut vorbeugen“, sagt die Ärztin Dagmar Ruhwandl. Je früher man präventiv gegensteuert, umso besser. Anti-Stress-Seminare, in denen man zum Beispiel Entspannungstechniken lernt, können Burnout verhindern. [mehr]

Schulungsteilnehmer | Bild: colourbox.com zum Artikel Die Rolle des Unternehmens Was in der Arbeitswelt helfen kann

Als Unternehmer empfiehlt es sich, vor allem  Führungskräfte zu schulen. Hierbei erreichen Sie eine gute Relation von Kosten und Nutzen. Denn Führungskräfte haben einen großen Einfluss auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. [mehr]

Bei chronischer Erschöpfung ist eine körperliche Ursache oft nicht zu finden. Im Bild: Erschöpfte Frau lehnt mit ihrem Kopf auf dem Schreibtisch. | Bild: colourbox.com zum Thema Chronische Erschöpfung Immer müde…

Bleischwer die Glieder, müde der Kopf, jede kleinste Anstrengung ist zu viel. Patienten, die unter einem Erschöpfungssyndrom leiden, beschreiben das wie einen Infekt, der einfach nicht mehr verschwinden will. Was kann dann helfen? [mehr]


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