Bayern 2 - Gesundheitsgespräch


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Die Angst vor dem Malheur

Von: Prisca Straub

Stand: 18.02.2016

Frau hält sich den Bauch | Bild: colourbox.com

Ungewollter Harnverlust ist für die meisten Menschen eine große Belastung. Viele Patientinnen - die meisten sind Frauen - trauen sich nur noch selten auf die Straße, verlieren ihre Sozialkontakte und vermeiden Geschlechtsverkehr. Sie leben in ständiger Furcht, dass andere ihr Problem riechen könnten, denn Uringeruch ist beißend und lässt sich aus Matratzen und Polstern nur schwer entfernen.

Expertin:

Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel, Ärztliche Direktorin in der Klinik St. Hedwig in Regensburg

Lachen, Laufen, Treppensteigen - der ganz normale Alltag wird plötzlich zum Problem. Vier Millionen Menschen, so schätzt man, leiden in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Harninkontinenz. Die Dunkelziffer allerdings ist mindestens doppelt so hoch, denn noch immer ist Inkontinenz tabubehaftet und die Schamschwelle groß. Dabei kann, wer Warnsignale ernst nimmt, einiges dafür tun, damit das Tröpfeln nicht lebensbeherrschend wird.
Der Text beruht auf einem Interview von Prisca Straub mit Prof. Dr. Birgit Seelbach-Göbel, Ärztliche Direktorin in der Klinik St. Hedwig in Regensburg.

Die Illustration zeigt eine Belastungsblase im menschlichen Körper.  | Bild: picture-alliance/dpa zum Artikel Ursachen Woher kommt Inkontinenz?

Im Volksmund wird Harninkontinenz gerne auch als "Blasenschwäche" bezeichnet. Gemeint ist die Unfähigkeit, Urin bewusst zurückzuhalten. Dies kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. [mehr]

Schwangere Frau | Bild: colourbox.com zum Artikel Blasenschwäche Frauen trifft es häufiger ...

80 Prozent der Frauen zwischen 20 und 75 Jahren, aber nur zehn Prozent der Männer leiden unter Inkontinenz. Der Grund dafür ist ihr schwächeres Bindegewebe und ihre schwächere Beckenbodenmuskulatur. Mehr dazu hier ... [mehr]

Frau macht Gymnastik | Bild: Getty Images zum Artikel Hilfsprogramm Mögliche Therapien

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