Mini-Computer Tablet oder Notebook?
Computer werden immer kleiner und handlicher. Inzwischen scheinen Tablets die Notebooks abzulösen. Aber auch Mischformen sind möglich. Wir wägen Vor- und Nachteile ab.
Ein E-Book-Reader ersetzt inzwischen für viele das Buch in der Bahn. Geschrieben, gesurft und gespielt wird auf Laptops. Die allerdings sind relativ schwer und bishweilen unhandlich. Warum also nicht zur Kombination greifen, den Tablets? Sie sind handlich und leicht, man kann auf ihnen schreiben, spielen und auch lesen - und hat dabei doch nur ein Gerät in der Tasche.
Lesekomfort
Allerdings haben E-Book-Reader dank ihrer E-Ink-Technik eine Leseoberfläche, die an bedrucktes Papier nahe herankommt und bieten somit einen höheren Lesekomfort als Tablets. Für circa 100 Euro sind bereits Markengeräte beispielsweise von Amazon oder Sony erhältlich, die obendrein deutlich weniger Akkuleistung beanspruchen als ein Tablet. Wer viel liest, sollte also den Kauf eines E-Book-Readers mit E-Ink-Technik erwägen.
Nichts für Vielschreiber
Zwar verfügen Tablets über eine Tastatur auf dem Bildschirm, allerdings ist eine physische Tastatur für Vielschreiber deutlich bequemer. Alternativen sind Zusatztastaturen, die man per Bluetooth anschließen kann. Auch gibt es Tabletcases mit integrierter Tastatur oder solche, die per Dockingstation anschließbar sind.
Convertible- bzw. Hybridgeräte
Eine praktische Alternative bieten sogenannte Convertibles. Das sind vereinfacht gesagt Tablets mit anschließbarer Tastatur. Man kann sie sowohl als Tablet mit Touchscreenfunktion verwenden, als auch als Notebook.
Hybridgeräte - Eine Auswahl
Asus Tranformer Pad
10", Betriebssystem Android; je nach Ausstattung ca. 400 bis 600 Euro.
Asus Transformer Book
12"-14", Betriebssystem Windows 8 (ab Februar); größer als das Asus Pad, voll Windows-kompatibel, allerdings mit Preisen ab ca. 1.400 Euro deutlich teurer als leistungsmäßig vergleichbare Notebooks.
Acer Iconia
10"-Variante, Betriebssystem Windows 8; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für rund 500 Euro; die größere 12"-Variante ist je nach Händler ab ca. 800 Euro erhältlich.
andere
Auch von anderen Herstellern gibt es Convertible-Geräte (z.B. Sony Vaio, Toshiba Satellite). Diese kosten allerdings meist deutlich über 1.000 Euro. Über ein Convertible-Gerät von Apple gibt es derzeit nur Gerüchte.
Reine Tabletcomputer - Eine Auswahl
Nexus 7
7", Betriebssystem Android; ab 200 Euro mit top Display, top Geschwindigkeit und top Akkulaufzeit (über zehn Stunden surfen sind möglich). Allerdings empfiehlt sich die Variante mit 32 GB Speicher (50 Euro zusätzlich) und bei Bedarf die Mobilfunkoption (weitere 50 Euro zusätzlich).
iPad Mini
8", Betriebssystem iOS; ab 329 Euro; im Schnitt 150-250 Euro teurer als die vergleichbare Nexus 7-Variante mit vergleichbarer Ausstattung. Durch die größere Breite lässt es sich bei Querformathaltung angenehm surfen; keine offenen Harwareschnittstellen
Amazon Kindle Fire HD
7", Betriebssystem Adroid; Preisklasse in etwa wie Nexus 7; keine Mobilfunkoption, mit HDMI-Ausgang für direkten Anschluss an TV, um z.B. Videos anzuschauen
Nexus 10
10", Betriebssystem Android; schneller Prozessor; zwei Kameras; beste Auflösung auf dem Markt (300 ppi); keine Mobilfunkoption; gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: ab 400 Euro (Version 16 GB), ab 500 Euro (Version 32 GB)
iPad
10", Betriebssystem iOS; sehr gute Auflösung mit 264 ppi, mit Mobilfunkoption ab ca. 600 Euro (je nach Ausstattung bis ca. 800 Euro); keine offenen Hardwareschnittstellen.
MS Surface RT
10", Betriebssystem Windows 8 RT (teureres Surface Pro mit "vollwertigem" Windows 8 ab Februar erhältlich); Ca. 600 Euro mit 32 GB Speicher; hat viele Schnittstellen, allerdings keine Mobilfunkoption; mit 148 ppi ist die Auflösung deutlich schlechter als bei Nexus oder iPad

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