Bayern 2

Live-Reportagen aus den USA

Dirk Rohrbach Live-Reportagen aus den USA

Stand: 20.01.2017

Dirk Rohrbach sitzt vor seinem Zelt am Yukon | Bild: Dirk Rohrbach

Seit mehr als 25 Jahren bereist Dirk Rohrbach Nordamerika - und zwar auf die extreme Art: Er hat die USA mit dem Fahrrad umrundet und den Yukon von der Quelle bis zur Mündung befahren - in einem selbst gebauten Kanu.

Mit seinen Live-Reportagen gehört der Arzt, Journalist und Fotograf Dirk Rohrbach zu den renommiertesten Vortragsreferenten in Deutschland. Derzeit ist er mit seinen Programmen "Highway Junkie"und "Yukon" auf Tour.

10.000 Kilometer am Yukon entlang

Dirk und Jake

Bereits dreimal folgte Dirk Rohrbach der "Lebensader" Yukon: Mit einem selbstgebauten Kanu aus Birkenrinde reiste er durch die Einsamkeit Kanadas und Alaskas, durch unberührte Landschaft, durch das Reich der Bären, Wölfe und Adler. Während dieser Reise traf er Jäger, Fischer und Aussteiger, sprach mit Häuptlingen und Trappern, aß mit den Einheimischen Karibu, Elch und fangfrischen Lachs. Und lernte auch Jake kennen, mit dem er übers Leben, Alaska und das Reisen mit dem Hundeschlitten philosophierte. Er erlebte eine atemberaubend schöne, aber auch raue Natur. Und sein Weg führte ihn immer mehr zu sich selbst.

Das Projekt

Im Jahr 2010 reiste Dirk Rohrbach zum ersten Mal in den Norden Amerikas: Zweieinhalb Monate ist er mit seinem Kanu unterwegs. In den Wäldern Ontarios hat er gemeinsam mit einem Kanubauer mehrere Wochen daran gearbeitet. Knapp fünf Meter ist es lang, viel Platz für Gepäck und Proviant gibt es nicht.

Holzfällercamp

Was auf keinen Fall fehlen durfte, ist das Reparatur-Kit - bestehend aus einem Stück Birkenrinde, Fichtenharz und Kiefernwurzeln, um Löcher im Kanu zu stopfen. Dirk Rohrbach folgte dem Lauf des Flusses, von den Quell-Seen des Yukon bis zum Beringmeer. In Kanada - zwischen Whitehorse und Dawson City - traf er auf Relikte des legendären Goldrauschs. Ende des 19. Jahrhunderts strömten Tausende Goldsucher in den unzugänglichen Norden, um ihr Glück zu finden - nicht selten verloren sie dabei alles. An den Ufern des Flusses zeugen verlassene Holzfällercamps und verrostetes Equipment von der Zeit des Goldrauschs.

Armerikanische Ureinwohner

Dirk Rohrbach war stromabwärts unterwegs. An guten Tagen paddelte er bis zu 100 Kilometer. Bei Gegenwind schaffte er manchmal nicht mehr als 20 bis 30 Kilometer am Tag. In Alaska ist der reißende Fluss zu einem kilometerbreiten Strom geworden, der durch die Sümpfe mäandert. Der Yukon ist die Lebensader für die indianischen Dörfer, zu denen keine Straße führt. Die Nachfahren der amerikanischen Ureinwohner leben vom Lachsfang und der Jagd nach Karibus, die Rentiere Nordamerikas.

Dirk Rohrbach

Unterwegs im Kanu

Dirk Rohrbach ist promovierter Mediziner, 1968 im hessischen Hanau geboren. Er arbeitet als leidenschaftlicher Radiojournalist - unter anderem für Bayern 2 und Bayern 3 sowie als Buchautor und Fotograf. Mit seinen preisgekrönten Vorträgen zählt er zu den renommiertesten und erfolgreichsten Vortragsreferenten im deutschsprachigen Raum. Bayern 2 präsentiert seine Touren "Yukon" und "Highway-Junkie".

Dirk Rohrbach hat in in 25 Jahren über 40 Reisen unternommen: Immer wieder zieht es ihn nach Amerika - in keinem anderen Land fühlt er sich so zu Hause. Inzwischen hat er dort Zehntausende von Meilen zurückgelegt - zu Fuß, im Kanu, auf dem Fahrrad und auch mit seinem 74er Ford Truck "Loretta". Seit über 15 Jahren gilt sein besonderes Engagement den Ureinwohnern Amerikas: 2003 gründete er den Verein Tatanka Oyate zur Unterstützung indigener Völker.