Bayern 2


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Bayern 2 präsentiert 34. Ingolstädter Jazztage 2017

"Rhythm in town" ist diese Jahr das Motto, wenn im Herbst in Ingolstadt mit über 30 Konzerten der musikalische Ausnahmezustand ausgerufen wird. Nachwuchsförderung, Konzerte von Lokalmatadoren und die Präsentation nationaler und internationaler Stars gehen dabei Hand in Hand - und neben dem Jazz kommen auch dessen Geschwister Funk, Soul und Blues zu ihrem Recht.

Von: Bernhard Jugel

Stand: 02.10.2017

Zum Auftakt wird am 21. Oktober der Jazzförderpreis der Stadt Ingolstadt an Benedikt Streicher verliehen. Der 27-jährige Pianist mit klassischem Kompositionsstudium spielt in mehreren Bandprojekten und ist Bühnenpianist und musikalischer Leiter am Stadttheater Ingolstadt. Er eröffnet die Ingolstädter Jazztage mit einem Konzert seiner zehnköpfigen Band Jazzmanufaktur.                                                                                                      

Das alljährliche Konzert in der Kirche St. Augustin bestreitet dieses Jahr die oberbayerische Band Quadro Nuevo. Mit ihrem neuen Programm "Flying Carpet" schlagen sie ein Brücke zwischen dem Orient und dem Abendland und entführen ihr Publikum mit einer hypnotischen Verbindung von arabischen Motiven und jazzigen Arrangements in die Märchenwelt von "1001 Nacht".

Am 2. November ist dann in ganz Ingolstadt Hochbetrieb: bei "Jazz in den Kneipen" mischt sich diesmal auch ein Theatersaal unter die sechs Veranstaltungsorte, aber überall ist ein hochkarätiges Programm geboten. Raphael Gualazzi, wird mit seinem aktuellen Trio beweisen, dass er im Herzen nach wie vor ein Jazzer ist; das Joscho Stephan Trio brilliert mit exzellentem Gypsy Swing; die französische Sängerin Hyleen überzeugt mit einer sehr modernen Mischung aus Neo-Soul, Funk und Jazz.

Eher rückwärtsgewandt dagegen die Österreicherin Marina Zettl, die mit ihrem Trio Marina & the Kats als "kleinste Bigband der Welt" den swingenden Sound der 40er-Jahre wieder aufleben lässt. Und dann tritt noch die Münchnerin Andrea Pancur mit ihrer ganz eigenen Mischung aus jüdischen und bayerischen Traditionen auf, für die sie sogar einen eigenen Begriff geprägt hat: Alpenklezmer.

Am gleichen Tag ist die "Welcome Party" mit der Nils Landgren Funk Unit. Der Musiker mit der roten Posaune wurde in seinem Heimatland Schweden schon mit einem Grammy für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Mit seiner Band huldigt er dem Groove und verbindet elegante Improvisationen mit funky Partyrhythmen: James Brown meets Parliament meets Crusaders meets Duke Ellington.

Höhepunkte der Ingolstädter Jazztage sind traditionell die beiden "Jazzpartys". Anders als der Name vermuten lässt sind es hochkarätig besetzte Konzertereignisse, die jeweils mit einer eigens zusammengestellten Band aus sogenannten Late Night Musicians und mit Sessions bis in den frühen Morgen ausklingen. Am 3. November treffen junge Wilde auf gestandene Altmeister. In der Mike-Stern-Dave-Weckl-Band bespielen der Ex-Miles-Davis-Gitarrist und der ehemalige Chick-Corea-Drummer das weite Feld zwischen Bebop und Fusion-Jazz.

Die Kennedy Administration dagegen gilt als der neue Soul-Geheimtipp aus New York. Die vornamenlose Ms. Kennedy und ihr Trio schaffen es, sogar klassische Soulballaden etwa von Al Green in tanzbodenfüllende Groovemonster zu verwandeln. Ebenfalls dem Groove verpflichtet ist Bassist Marcus Miller, der seit seiner Zusammenarbeit mit Miles Davis für das Album "Tutu" als einer der besten Bassisten der Welt gilt. Seine Basstechnik ist ebenso virtuos und ungewöhnlich wie der Gitarrenstil des blinden Sängers Raul Midón, der mit grandiosen Songs, einer ausdrucksvollen Stimme und einer makellosen Verschmelzung von Soul, Jazz und Funk von Kritikern schon in einem Atemzug mit Stevie Wonder genannt wird.

Auch der 4. November steht im Zeichen großer Namen und virtuoser Jungstars. Altmeister Billy Cobham bringt mit seinem hochkarätig besetzten Crosswinds Project (unter andren Saxophonlegende Ernie Watts) sein bestes Fusion-Album aus den 70er-Jahren noch einmal auf die Bühne. Deutschlands derzeit bester Jazzschlagzeuger Wolfgang Haffner dagegen wird mit seiner Band vor allem sein brandneues Album "Kind Of Spain" vorstellen, mit dem er sich mit dezentem Jazzflair dem Flamenco und verwandten iberischen Traditionen annähert.

Eher klassisch geprägt ist dagegen Younee, die den Flügel aber auch mit wuchtigen Pop-Akkorden oder flink improvisierten Jazzläufen traktiert. Ihr Spiel ist genreüberschreitend und Fusion auf eine bahnbrechend neuen Art. Zu Recht ist sie daher die einzige Künstlerin des Festivals, der die Veranstalter einen Soloauftritt zugestanden haben. Das Gegenteil dürfte am selben Abend der Auftritt von Weltmusiklegende Manu Dibango werden. Mit großer Band und gleich zwei Sängerinnen zelebriert der Saxophonist den zeitgemäß modernisierten Makossa-Stil seiner Heimat Kamerun und dürfte damit selbst Tanzscheue zum Mitgrooven bewegen.

Noch eine der großen Legenden des Jazzrocks der 70er wird die diesjährigen Ingolstädter Jazztage bereichern: Am 5. November steht Saxophonist Klaus Doldinger im Festsaal im Stadttheater, der Vater des Tatort-Themas, mit der aktuellen Besetzung seiner Band Passport auf der Bühne. Als speziellen Gast hat der "schwärzeste weiße" Saxofonist Europas, wie Doldinger schon mehrfach genannt wurde, den Pop- und Jazzsänger Max Mutzke eingeladen.

Am 9. November kann man die vierfache Gewinnerin des German Jazz Award bei einem sehr intimen Auftritt im Kulturzentrum Neun erleben. Rebekka Bakken & Band bieten in einer Mischung aus Folk, Blues und Country hochkarätige Songs mit dezenten, aber stets präsenten Jazzanklängen, vorgetragen von einer Sängerin, die mit ihrer lässigen Bühnenpräsenz und ihrer Drei-Oktaven-Stimme noch jedes Publikum in ihren Bann gezogen hat.

Mit den Ingolstädter Jazztagen präsentiert Bayern 2 eines der populärsten und abwechslungsreichsten Jazzfestivals Bayerns, das am 12. November in der Kirche St. Matthäus mit dem Jazzgottesdienst Batter My Soul: Tomorrow einen würdigen Abschluss finden wird.

Karten gewinnen mit Bayern 2

Klaus Doldinger spielt bei den Ingolstädter Jazztagen. Sein bekanntestes Werk ist wohl die Tatort-Melodie. Wer spielte bei den Originalaufnahmen Schlagzeug? *

Einsendeschluss

Sie können bis zum 29. Oktober 2017 mitmachen.

Teilnahmebedingungen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks sowie deren Angehörige sind nicht teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mehrfachnennungen werden nicht berücksichtigt. Unzulässig ist die Teilnahme unter Einsatz technischer Hilfsmittel wie Powerdialer, computergestützter Wählprogramme und Gewinnspielroboter. Minderjährige benötigen zur Teilnahme das Einverständnis der Erziehungsberechtigten.

Einverständniserklärung *

Spamschutz * Bitte geben Sie das Ergebnis der folgenden Aufgabe als Zahl ein:

Ticketinfo

Tickets für die Konzerte gibt es bei BRticket
Reservierung unter: 089 / 5900-10880 oder 0800 / 5900-594

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