Bayern 2 - Zündfunk


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München, 10.11.2017 Queens of the Stone Age

Die Queens Of The Stone Age kommen nach vier Jahren wieder nach München! Nach seinem sehr inspirierenden Ausflug mit Iggy Pop, seinem Bruder im Geiste, hat Josh Homme wieder seine Mannen zusammengetrommelt und sticht mit seinem Piratenschiff in See. Nach wie vor sind QOTSA eine der besten Rockbands unserer Zeit und fegen live alles von der Bühne.

Von: Michael Bartle

Stand: 10.11.2017

Queens of the Stone Age | Bild: Andreas Neumann

10 November

Freitag, 10. November 2017, 20:00 Uhr

Zenith, Lilienthalallee 29, 80939 München:

Ab: 19.30 Uhr im Zenith – München // Tickets : 45,00 Euro zzgl. Gebühr // Support : BRONCHO

"Ich liebe die Nacht! Ich liebe die verdammte Nacht! Das ist der Zeitpunkt, am dem jeder macht, was er wirklich will. Es ist ehrlicher, sogar dort, wo gelogen wird. Dort kannst du die Fesseln der Gesellschaft loswerden. Ich bin lieber der verdammte König der Nacht, als mich im lauwarmen Tag zu verheddern."

Josh Homme

Josh Homme hat sich durch einige finstere Nächte durchgekämpft, er ist knapp 2 Meter groß, er kann mitunter furchteinflößend wirken, nicht nur weil seine Fingerknöchel tätowiert sind. Wenn man Queens Of The Stone Age Platten verstehen will, muss man sich ein wenig mit ihrem Boss anfreunden. Wegen einer Schlägerei ist er vorbestraft, die ein oder andere harte Drogenerfahrung hat er gemacht und gebüßt. Gerne reitet er mit einem seiner drei schweren Motorräder aus, er liebt die Landschaft seiner Heimat Palm Springs, die sein ganzes Denken, sogar seinen musikalischen Ansatz geprägt hat.  

"Es gibt eine Gebirgskette im Osten Kaliforniens. Bei mir in Palm Springs ist einer der wenigen Orte, wo sich die Berge mit der Wüste treffen. Es gibt Schnee auf den Gipfeln, der Schnee schmilzt, rinnt herunter und wird zu diesen großartigen Wasserfällen, die weiter unten auf die Wüste treffen. Ich hab mich ein Leben lang so gefühlt, als würde ich mit einem Fuß in der Wüste und mit dem anderem am Gipfel stehen. Das hat mich geprägt. Wechsel und Übergänge sind das, wonach ich mich sehne. Das ist der Platz, an dem Schönheit entstehen kann. Das ist der Platz, wo das Chaos waltet. Und deshalb kann dort auch Magie entstehen. Das Leben ist hart, weil es uns was wert ist."

Josh Homme

Man kann diesem Baum von einem Mann nur schlecht ein X für ein U vormachen, aber die letzten drei Jahre haben Josh Homme massiv durcheinander gewirbelt. Während einer Knieoperation blieb ihm überraschend sein ziemlich strapaziertes Rock’n Roll Herz stehen, mit einem Defibrillator musste er wieder belebt werden, 4 Monate verbrachte er ans Bett gefesselt. Dem Powerhouse ging der Akku aus. Natürlich ist Josh Homme wieder aufgestanden – irgendwann war er soweit und hat seine Homies zusammengetrommelt für das 6. Queens Of The Stone Age Album "Like Clockwork" dem Tod von der Schippe gesprungen: da musste "Like Clockwork" schon ein verdammtes Statement sein. Und jetzt, vier Jahre später wissen wir: ein Brett voller Aufrichtigkeit ist es geworden, staubtrocken, langsam und schwer, cocaine, sexy und böse. Ein Strudel, unfassbar gut produziert, wahnsinnig kontrolliert, - immer wieder denkt man, dass die Soundoberfläche gleich platzen, zerschellen wird und ein noch nie gesehenes Ungeheuer aus den Tiefen der Noten hervorspringt, bereit, alles nieder zu beißen. Aber Homme lässt das Böse immer nur so weit raus, dass man gerade so erahnen kann, was da noch alles schlummert. Und, natürlich, seine Kopfstimme: Wenn Homme die Vokale dehnt und dehnt, dann fällt alles aus der Zeit.

Umso mehr freuen wir uns auf neues Material und die neue Tour, die QOTSA am 10. November nach München bringen wird. Und was sagte uns Josh Homme im Zündfunk Interview:

"Du musst da selbst rauskommen. Sonst bist du der Ober in der Hölle: Hallo was kann ich euch bringen? Ihr wollt Kaffee? Seid ihr bescheuert, wir sind hier in der Hölle. Große Kunst braucht Reaktion, ich will nicht ignoriert werden. Ich werde nicht ignoriert werden. Lieber würde ich das Haus anzünden. Dafür braucht es nicht mal einen Grund. Etwas ohne Grund zu tun, ist vielleicht der beste Grund überhaupt. Lasss uns alles anzünden! Warum? Einfach so, gib mir ein Streichholz und wir setzen diesen verdammten Platz in Brand!"

Josh Homme


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