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Das Frankenpop ABC # A - F

Stand: 27.06.2013 | Archiv

Die Bühne des Africa Festivals

Africa-Festival
Größtes Festival für Musik und Kultur des schwarzen Kontinents in Europa, hat dieses Jahr sein 25. Jubiläum gefeiert. Im Laufe der Jahre gaben sich im Zirkuszelt auf den Würzburger Mainwiesen Stars wie Miriam Makeba, Youssou N’Dour, Alpha Blondy oder Manu Dibango die Klinke in die Hand. Auf der Offenen Bühne spielten aber auch Nachwuchs-Acts wie Seeed, Gentleman oder Joy Denalane, bevor sie richtig bekannt wurden. 2013 musste das Festival nach nur einem Tag abgebrochen werden, weil Hochwasser das Gelände überschwemmt hatte. Ob es 2014 weitergeht, ist ungewiss.

Airport
Im Würzburger Gewerbegebiet zuhause, neben der legendären Gattinger Straße und ihren Damen. Zuletzt stand auch DJ Motte öfter an den Decks. Genoss in den 80ern auch unter den Studenten einen legendären Ruf, weil es immer Mittwochs Altbier für ein Mark gab. War das der Anfang der Flatratepartys?

AKW
Legendäres autonomes Kulturzentrum in Würzburg. Ab 1982 zunächst in der Martin-Luther Straße in der Innenstadt zuhause. Zog später in das Gelände des Würzburger Bürgerbräus. Treffpunkt der Szene, legendäre Auftritte von Würzburger Indie-Helden wie Sticken In. Aber auch Konzerte von internationalen Stars am Anfang ihres Ruhms. Etwa Bright Eyes, deren Sänger Conor Oberst das Publikum im Jahr 2003 von der Bühne runter bespuckte. Das AKW war aber viel mehr als ein Konzertort, es war der sozio-kulturelle Fixstern der Szene. Musste 2009 Insolvenz anmelden.

Als Die Welt Noch Unterging
Untertitel "Von Punk zu NDW". 400 Seiten-Buch des Bamberger Autors Frank Apunkt Schneider über die Endzeitstimmung um 1980, die musikalisch für unglaubliche Schubkraft sorgte: Regional-, Kassetten- und Fanzine-Szenen - nicht nur in Berlin, Hamburg und Düsseldorf. Besondere Erwähnung fränkischerseits erfahren die Nürnberger Band Staubsauger, die Kulmbacher Band Atlantikschwimmer - inkl dem Band-It Kassettenfanzine sowie die Veranstaltungsorte Weissenohe und der Alte Bahnhof Hof, wie er im Zündfunk-Interview sagt.

Alter Bahnhof Hof
In den frühen 80er, als es die innerdeutsche Grenze noch gab, stieg so manche Band (The Fall, Anne Clarke, Einstürzende Neubauten) auf dem Weg nach West-Berlin hier noch mal kurz vor dem DDR-Transit ab und spielte für ein paar Mark ein Konzert in West-Deutschland. Macher Mike Thulke arbeitete davor beim Fernsehen (beim legendären Beatclub von Radio Bremen) und hatte eine eigene Booking-Agentur in London, bevor es privaten Gründen nach Hof zog.

Amsterdam
Zwischen Würzburg und Bamberg nördlich von Volkach in Kolitzheim gelegene Kneipe / Club,kurz "Adam". Vor allem in den 80ern mit hervorragender Indie-Musik. Die Würzburger sind in Scharen hingepilgert.

Antistadl
Inoffizielle Gegenveranstaltung zu schleimigen TV-Veranstaltungen wie Musikantenstadl oder Frühlingsfest der Volksmusik im Bamberger Morphclub. Durch den Abend führt das schrille Moderatorenpaar Marihuanne und Kiffael - dahinter stecken die beiden Organisatoren David Saam und Christoph Lambertz, die vor zehn Jahren auch die Idee für das wilde Spektakel hatten. "Wir haben damals ein Plakat vom Musikantenstadl entdeckt und gesehen, dass Karl Moik in die Stadt kommt. Und wir wollten denen Bamberg nicht kampflos überlassen." Antistadl ist kein Wettbewerb oder Protestveranstaltung, eher wie eine alternative Volksmusik-Revue. Jede Band spielt 20 bis 30 Minuten und am Schluss gibt es einen Hauptact, der ein volles Set spielt.

Apollo
Ein Club, der durch seinen Underground-Sound Menschen aus Würzburg und Umgebung anzog. Das Apollo lag in Münnerstadt, nord-östlich von Bad Kissingen. Vor allem in den späten 80er ein Place-To-Be!

Aera
1972 vom "Ihre Kinder" Gitarristen Muck Groh gegründete Jazz Rock Band, später stieß Saxofonist und Flötist Klaus Kreuzeder dazu. Die Band lebte zunächst in einer Kommune in Mechelwind im Kreis Erlangen-Höchstädt, später in Sulzheim bei Grafenrheinfeld. Das Stück "Alois Flötending" vom Debütalbum "Aera Humanum Est" war die Erkennungsmelodie einer Sendung des Bayerischen Rundfunks.

Avantpop
Label und Bookingagentur für Musik und Kunst - aus Nürnberg und Hamburg. Von The Audience-Sänger Bernd Pflaum - solo auch bekannt für sein Diva-Projekt Bird Berlin - inkl in Herzform ausrasierten Brusthaaren. Auf Avantpop erschienen/erschienen neben The Audience (Kulturförderpreis Nürnberg 2009) und Bird Berlin auch die vielgelobten Platten von Bear Mountain Picnic Massacre, Reflekta.Reflekta und Wings Of Love.

Band-IT
Kulmbacher Kassettenfanzine in den 80ern aus dem Umfeld der Band Die Atlantikschwimmer. Das Tape war wie eine Radiosendung: ein Mix aus neuer Musik und Szene-Interviews.

Bäulke
Die Tanzschule Bäulke war der Ankunftsort für Hip Hop in Würzburg in den ganz frühen 80ern. Generationen von unter 16-jährigen hatten hier ihre ersten Ausgeherlebnisse, da immer Samsatgs bis 22.30 Schülerparty war.

Bavarian American Hotel
Das am Nürnberger Bahnhof gelegene Hotel hat eine wechselvolle Geschichte: erst gern von den Nazis gebucht für den Reichsparteitag in der Stadt, nach dem Krieg von alliierten Richtern der Nürnberger Prozesse und später US-Offizieren bewohnt. Ort des Soldatensenders “AFN Nürnberg”. Nach Abzug der US-Streitkräfte in den 90ern Umnutzung als Studentenhotel, Plattenladen (“Stereo Deluxe”), Club und Übungsraum (“Multiboy”). Wartet auf erneuten Umbau.

Belly Cloud
Legendärer Clubabend bzw. Afterhour-Club in Nürnberg. Was 1994 als spontane Idee (von u.a. dem DJ und Künstler Babis) begann, entwickelte sich zu einer festen Institution im technoiden Nachtleben der Region. Seitdem hat der Belly Cloud über hundertmal stattgefunden, in Gebäuden im Winter (fester Club war eine ganze Zeitlang der Hirsch/Nürnberg), in Höhlen, an Seen, irgendwo in der Natur im Sommer. Die Afterhour wurde zur Mainhour, keine Party sollte sein wie die andere. Internationale Gäste wie Jeff Mills, DJ Hell, Robert Hood waren zu Gast beim Belly Cloud. Heute findet der Clubabend nur noch einmal im Jahr statt, in wechselnden Locations immer am 24.12.

Bird Berlin
Alter Ego von Bernd Pflaum, früher Sänger bei der Hersbruck-Band The Audience, die auch schon bei Achim Bogdahns Stadtwerken live im Zündfunk spielten. “(Wir Sind Wie) Gold” heißt seine erste Maxi-CD, erschienen auf seinem Label Avantpop. Der Sound: Diven-Pop. Das Gimmick: das Coverinnenfoto, das sein “Logo” zeigt: sein herzförmig ausrasiertes Brusthaar - über fülligem Bauch. Wer bringt ihn mal mit der anderen extrem sympathischen Orgel-Wampe, mit Erobique, zusammen? In “Dance Like Bird Berlin” singt er allerdings von einem anderen “Wunsch”: “Ich will zum ZDF, ich will zu Ilja Richter”. Bird Berlin heißt auch ein 60-Seiten-Büchlein mit seinen Dada-Gedichten, Strichzeichnungen und “Nasencollagen”.
Video: Dance Like Bird Berlin

Boot, das
Legendäres Party-Schiff. War mal ein Kohle- und Ausflugsdampfer. Legte sich zunächst unter dem Namen Projekt 500 in Nürnberg fest. Natürlich hat auch Tommy Yamaha dort Partys geschmissen. Nach Ärger mit einigen Behörden schipperte das Boot flussaufwärts nach Würzburg. Seit 1996 nun Würzburgs liebster Party-Dampfer.

Boppin’ B
1985 in Aschaffenburg aus einer Schülerband entstandene Rockabilly und Rock’n Roll Band. Konnten schnell Stücke von Eddie Cochran, Gene Vincent und den Stary Cats fast blind nachspielen. Entwickelten sich zu einer formidablen Liveband. Spielten ab 1991 auch im Vorprogramm ihre Vorbilder Jerry Lee Lewis, Fats Dominoe, Little Richard und Chuck Berry. 2004 steigen Single sowie das dazugehörige Album “Bop Around The Pop” (Polydor/Universal) in die deutschen Top 40-Charts ein. Im Dezember 2004 begleitet die Band Dick Brave & The Back Beats auf deren Christmas Mountain Tour durch die Schweiz und Österreich.

Boss, Wolfgang
Der Ex-Chef des Nürnberger Dance-Clubs Mach 1 wurde zu einem der erfolgreichsten, europäischen Talentsucher - er entdeckte und vermarktete mehrere Nummer-1-Hits wie "Haiducii - Drogestea Din Tei", "Goleo", Bob Sinclars "Love Generation" und den Klingelton-Hit "Crazy Frog". Lebt heute in Moskau und London - sein neues Label heißt B1.

Boozoo Bajou
Versiertestes Downbeat-/Dubtronica-Projekt Deutschlands. Peter Heider (Erlangen) und Florian Seyberth (Nürnberg) veröffentlichen seit 1999 ihre Tracks und seit 2001 ganze Alben. Auch als Remixer sind sie gefragt - unter anderem arbeiteten sie für Nelly Furtado, Common, Mary J. Blige, Richard Dorfmeisters Tosca oder Tony Joe White. Songs von ihnen liefen in der Werbung. Einer davon beeinflußte gar eine neue fränkische Band: das Instrumental "Fuersattel" inspirierte die Kraut-Dub-Formation "Fürsattl" zu ihrem Namen.

Broken Jug, The
Legendäre Bamberger Sixties-Garagenband. Wurden sogar von Diedrich Diederichsen positiv rezensiert und in einem seiner Bücher erwähnt. Haben sich 1984 gegründet und neben diversen Singles auch die beiden Alben "William" und "Burning Down The Neighborhood" bei Glitterhouse Records veröffentlicht. Alles im Stil von The Stooges, MC5 oder Radio Birdman. 1996 war das letzte Album "Fling Thing" in Eigenregie erschienen. Nach diversen Umbesetzungen und dem tragischen Tod von Interimssänger Saevar Ingimundarson aus Island ist der 1990 ausgestiegene Original-Sänger Harry Vee wieder dabei und sorgt für den dritten Frühling der Band. Ein neues Album ist aktuell in Planung.

Brutkasten
Nürnberger Krautrock- und Blues-Label. Ihre obskuren 70er-LPs kosten heute zum Teil Tausende von Euros und gehen bei Versteigerungen oft ins Ausland.

Buddy & The Huddle
Alternative-Country/Americana-Band von Roland Kopp und Michael Ströll (plus Stefan Nast-Kolb) aus Nürnberg und der Oberpfalz. Gibt's seit 1996. Ströll kennt man auch vom Hemdendienst, der Nürnberger Wanderkneipe, die zur Zeit im Volksbad wohnt (den Newsletter sollte man schon allein wegen Strölls Humor, der an Studio Braun erinnert, abonnieren). Nach ihrem dritten Album (dem ersten fürs renommierte Glitterhouse-Label), erhielten Buddy & The Huddle 1999 den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Wikipedia führt gar Kevin Coyne als ehemaliges Mitglieder. Zur Zeit zählt die Band, die schon zwei Romane vertont hat, zehn Musiker - u.a. auch Martti Mäkkelä vom Fürther Kioski-Plattenladen.
Video: Buddy & The Huddle - "Being Deaf"

Sportfreunde Stiller im Cairo

Cairo
Früher auch Cafe Cairo. Nach dem Ableben des AKW entscheidender Veranstaltungsort, Jugend- und Szenetreff in Würzburg. Glänzt durch sehr geschmackvolles Booking. Veranstalter Steffen Deeg und Björn Szostak sind auch maßgebliche Geschmacksverstärker für das Würzburger Umsonst & Draußen.

Café zum schönen Rene
Hangout und Tanzlokal in Würzburg für die Nuller- und Zehnerjahre. Ehemaliges Busfahrer-Häusl, direkt am Bahnhof gelegen - äußerst praktisch!

Casablanca, das
Nein, kein Club, sondern das vermutlich beste Programmkino in Unterfranken. Machte die Ochsenfurter Wagstraße 4a zum Mekka der Filmfans in der Gegend. Dort konnte und kann man Filme von David Lynch bis Mike Leigh sehen.

Colos-Saal
Aus dem Klimperkasten hervorgegangener Top-Veranstaltungsort Aschaffenburgs, gegründet von den Berninger-Brüdern Claus und Günther. Gerade erst wieder zum Live Entertainment Award Winner 2013 gekürt worden.

Coyne, Kevin
Bereits verstorbene Brit-Folk-Legende mit Wohnort Nürnberg, gern Gast in den Sendungen von Karl Bruckmaier auf Bayern2.

Das Ich
In der Bayreuther Disco "Crazy Elephant" lernten sich 1986 Bruno Kramm und Stefan Ackermann kennen: Bruno hatte vorher schon mit Decorated Style, Fahrenheit 451 und Alva Novalis ein paar Bands am Start. 1989 gründeten die beiden "Das Ich" und wurden zur Speerspitze der "Neuen Deutschen Todeskunst" - irgendwo zwischen New Wave, Sisters Of Mercy und Punk. Ihr Alleinstellungsmerkmal: Ackermann sang die Texte in deutsch, französisch, englisch oder Latein. Veröffentlicht wurde zunächst auf Cassette, dann auf Bruno Kramms eigenem Label "Danse Macabre". 1991 erschien "Die Propheten". Das Ich waren und sind unfassbar produktiv und sind einer der erfolgreichsten deutschen Gothic-bands überhaupt. Ein paar Idioten haben die Message der Band missverstanden und wollten "Das Ich" für die rechte Ecke vereinnahmen. Aber die Band stand politisch immer links, Bruno Kramms Mutter hat sich für Kriegsdienstverweigerer eingestezt, Brunos Vater war ein kommunistisch angehauchter Professor in Bayreuth und wurde nach eigenen Angaben abgehört. Wohl die Motivation für Bruno Kramm, sich heute in der Piratenpartei zu engagieren. Er ist dort der politische Geschäftsführer der Piraten in Bayern. Nach einer krankheitsbedingten Auszeit von Stefan Ackermann touren Das Ich wieder.

Daltons, The
Legendäre Würzburger Punkband mit Sänger Dixie Dioxin

Davis, John
Eine der Studiostimmen hinter Frank Farians Studioprojekt Milli Vanilli. Der afroamerikanische ex-GI lebt im Raum Fürth.

Dein Cyan
Einzige deutschsingende TripHop-Band. Veröffentlichten nur ein Album auf EMI.

Denckler-Block
Legendäres Altbau Karee in Würzburg unweit des AKW. Das Heim aller kreativer Studenten Würzburgs. Vorübergehend auch das Zuhause von Karo.

Desi
Nürnberger Konzertlocation.

Elephant Circus
Indie-Americana-Folk-Rock Band aus Nürnberg. Besteht derzeit aus Uli Tsitsos (Vocals, Gitarre), Timea Teleki (Violine, Percussion, Vocals), René Laruso (Keyboards, Piano, Vocals), Matthias Flach (Bass) und Michael Szilovics (Drums)

Else Admire

Else Admire
Trash-Schlager-Punk-König aus Breitengüßbach bei Bamberg, wurde bekannt, weil er bei namhaften Punk-Acts ungefragt das Vorprogramm bestritt. Der gelernte Metzger brachte mit seiner Begleitband The Breitengüßbach Dolls Singles wie "Metzgereifachverkäuferin" oder "Girls Girls Girls" heraus. War zuletzt mit einem Disco-Album namens "Else Amire Disco Solution" am Start. Legendär auch sein spektakuläres Film-Großprojekt "Grabräuber aus dem Weltall", das aus Kostengründen nie vollendet wurde.

E-Werk Erlangen
130 Leute arbeiten in dem sozio-kulturellen Zentrum. Das E-Werk ist entstanden aus zwei Jugendzentren, die 1982 in das stillgelegte Elektrizitätswerk zogen. Jährlich werden dort ca 200 Konzerte veranstaltet - als eine der wichtigsten Pop-Locations in Nordbayern. Der Zündfunk schnitt dort zum Beispiel Tocotronic mit.

Electric Club, The
Gute Pop-Band aus Würzburg. Der Sound lag irgendwo zwischen Teenage Fanclub und Travis. Hatten unter anderem einen Gig bei Rock im Park. Vor allem in den späten 90ern aktiv.

Endzeit Festival
Jährliches Underground-Festival im Nürnberger K4.

Escape Hawai
C64-Pop aus Nürnberg mit deutschen und englischen Texten, dann wieder instrumental oder im Der Tante Renate-Remix. Bernd Haas beherrscht das 8-Bit-Handwerk. Und die Verbindung von Commodore-Clips und Super Mario-Videos.
Video: Escape Hawaii - "What a nice collection"

Falkenhof
Eine Zeitlang Würzburgs spannendstes Jugendzentrum. Der Sound in den frühen 80ern war schwer beeinflusst von all den spannenden Post-Punk und Reggae-Sounds der Insel. So nah war Würzburg selten bei Berlin. Wurde zusätzlich aufregend, wenn im Publikum nicht nur Gymnasiasten und Punks waren, sondern auch die Mitglieder der Satin-Jacken-Gang “Ghouls”.

Folk im Park

Family Entertainment
An The Clash geschulte Mehr-Als-Schülerband aus Würzburg/Margetshöchheim. Mehere kleine Lokalhits wie "This Is My Country, too". Das Album "Back To The Basements" von 1989 wurde auf Platte und Cassette veröffentlicht, das Cover- Artwork kam von Philipp Hennevogl. Sänger Johnny Pirates Markenzeichen: Ein fast bis zum Boden reichender Trenchcoat.

Folk im Park
Relativ junges Festival im Nürnberger Marienbergpark. Wird seit 2011 gemeinsam vom E-Werk, Folk im Park e.V und Mobile Kino veranstaltet. Widmet sich der jungen Indietronica- , Folk- und Singer/Songwriterszene.

For Presidents, the

Schweinfurter Power-Punk-Garagenband. Klangen ein wenig wie die Sonics. Gewannen mit ihrem Sänger Holler 1988 den Zündfunk Demo-Cassetten-Wettbewerb. Danach wurde der Sänger gefeuert. Unser Hörer Udo schreibt uns: "Jimmy und Co waren bei uns immer die Nr.1 Band aus Schweinfurt aus dieser Zeit, das legendäre Konzert in Rothhausen im Sportheim, unvergesslich! Holler, der Sänger, zum Schluss am Boden liegend, (stehen war nicht mehr drin), weitersingend, sah ich so exzessiv nur bei den Cramps. Bei Eurem Zündfunk-Wettbewerb mit Anruf-Voting haben wir uns die Finger in den Wählscheiben blutig gewählt."

Frank Apunkt Schneider
Autor in Bamberg - "Als Die Welt Noch Unterging - Von Punk Zu NDW" - Mitglied der österreichischen Kunstgruppe Monochrom, schreibt für Skug und Testcard, Zündfunk-Fernschreiber, co-Betreiber der Freien Uni Bamberg.

Frisch, Moritz
Ein Nürnberger Nerd, der gleich mit seinem ersten, sympathischen Instrumental-Track die Türen weit auf stieß und einen mit Glockenspiel, Violine und Electronica-Zauber umgarnte. Respekt, Moritz Frisch – der schon beim Bayerischen Jugendfilmfestival für einen Kurzfilm ausgezeichnet worden ist und mit seinem ersten veröffentlichten Stück "Locarno" gleich auf der Benefiz-CD für die nürnberger Obdachlosen-Zeitung Straßenkreuzer gelandet ist - eine der besten Gelegenheiten, sich der Region vorzustlellen: es ist quasi das jährliche Stelldichein der mittelfränkischen Pop-Szene. Moritz Frisch lebt heute in München und arbeitet für Arte.

Fürsattl
Fürsattl nennt sich das Krautrock-Dub-Trio der Musiker Frank Mollena, Oliver Stangl und Patrick Gobel - sie spielen sonst bei Missouri bzw. Mountaineer und legten mit ihrer ersten Vinyl-Maxi auf dem Label Claremont 56, auf dem auch ua Holger Czukay (von den Kölner Krautrock-Pionieren Can) veröffentlicht, eine feine Platte vor: die beiden langen, 10- bzw 15 Minüter haben den Erholungswert eines Ausflugs entlang der Pegnitz - auch die A-Seite der ersten Fürsattl-Maxi hat einen Flußbezug, vom regionalen zum musikalischen Bezug: sie heißt "Rheinlust" - dort, wo der Beginn des Krautrocks ja verortet wird. Den Namen haben sie vom rustikalen Gasthof, der am Rande der Fränkischen Schweiz liegt.