Bayern 2 - Zündfunk


21

Die fünf besten Boxer-Filme "Hau drauf und Schluss!"

"Bleed for this" heißt ein neuer Kino-Film, der die wahre Geschichte eines Boxers erzählt, der sich nach einem schweren Auto-Unfall zurück in den Ring kämpft und noch mal Weltmeister wird – beste Gelegenheit für uns, die besten Boxer-Filme der Geschichte aufzulisten.

Von: Roderich Fabian

Stand: 19.04.2017

Muhammad Ali in "When We Were Kings" | Bild: picture-alliance/dpa/United Archives

Mit "Bleed for this" läuft gerade wieder ein amerikanisches Boxer-Drama bei uns in Kino an. Die wahre Story des Mittelgewichtlers Vinnie Paz zeigt uns, wie der Mann nach einem Genickbruch bei einem Autounfall wieder auf die Beine kommt und 1993 schließlich Weltmeister wird. Die klassische "Gib-niemals-auf"-Parabel, wie sie typisch ist für den Boxerfilm, der ein klassisches Hollywood-Genre ist. Aus diesem Anlass haben wir hier die besten fünf Boxerfilme aller Zeiten zusammengestellt: aus fünf Jahrzehnten und unter dem Motto "Hau drauf und Schluss". (Ein Hinweis: Alle Anhänger der Filmserie "Rocky" und auch alle Sylvester-Stallone-Fans müssen jetzt ganz stark sein: Nicht mal der allererste Film der Reihe von 1976 – hochgelobt und Oscar-prämiert – hat es in die Top-Five geschafft.)

Platz 5: "Million Dollar Baby" von Clint Eastwood, 2004

Vier Oscars gab's 2005 für "Million Dollar Baby", also einen mehr als für "Rocky". Hilary Swank und Clint Eastwood liefern hier ein fast schon biblisches Schuld-Sühne-und-Vergebungs-Drama aus der Welt des Frauen-Box-Sports. Man kann froh sein, dass dies nicht auf einer wahren Geschichte basiert, sondern frei erfunden ist.

Platz 4 "Rocco und seine Brüder" von Luchino Visconti, 1960

Im Grunde ist dies eine neorealistische und hochdramatische Familiengeschichte über arme Leute, die sich eben durchboxen müssen am Anfang der 60er. Es war das einzige Mal, dass Alain Delon einen Boxer spielte, und - sozusagen als Zugabe - gibt's einen Auftritt der jungen Claudia Cardinale.

Platz 3: "Fat City" von John Huston, 1972

Stacey Keach als Boxer am Karriereende, der besoffen schon mal seine Freundin verprügelt, trifft auf den jungen Jeff Bridges, bei ihm geht die Boxer-Laufbahn gerade erst los – eine ziemlich ungeschminkte Easy-Rider-Version eines Boxerdramas und deshalb so gut.

Platz 2: "When We Were Kings" von Leon Gast, 1996

"You know, he was handsome. He was articulate. He was funny, charismatic. And he was whippin' ass, too." Das sagt Spike Lee in "When We Were Kings" über Muhammad Ali. Es gibt viele Filme über den größten Boxer aller Zeiten, aber dieser Dokumentarfilm, der sich um den "Rumble in the Jungle" 1974 in Zaire gegen George Forman dreht, bringt die Legende am Besten auf den Punkt.

Platz 1: "Raging Bull" oder "Wie ein wilder Stier" von Martin Scorsese, 1980

Der Film über den Aufstieg und Fall des Mittelgewichtlers Jake LaMotta, eines immer gewaltbereiten Italo-Amerikaners, brachte Robert DeNiro seinen ersten Oscar ein – eine genau beobachtete Milieustudie, die von den 40ern bis in die 60er Jahre reicht und erstmals das zukunftsträchtige Duo DeNiro und Joe Pesci am Start hat. Der Boxerfilm aller Boxerfilme – bis heute unerreicht.


21