Warum Clubs und GEMA sich einigen sollten Wir brauchen Bass, Bass!
Die für Januar 2013 geplante Änderung der Tarife bedeutet für viele Clubbesitzer scheinbar die Pleite. Indie-Künstler fühlen sich im GEMA-Modell sowieso benachteiligt und Musikhörer ärgern sich über gesperrte Musikvideos auf YouTube.
Ist die GEMA ungerecht?
Die Verteilung der Einnahmen über Diskotheken läuft über Black Boxes, die in etwa 120 deutschen Clubs Teile des Programms aufzeichnen. Fleißige Bienchen von Media Control hören die Mitschnitte ab und werten sie aus. Daraus ergeben sich die "Clubcharts" der GEMA - aber repräsentieren die wirklich, was gespielt wird?
Eine Alternative?
Die Creative-Commons-Musikszene wächst. Es gibt sogar Parties, die fast nur lizenzfreie Musik spielen - die GEMA verlangt trotzdem Gebühren dafür. Höchste Zeit für eine neue Verwertungsgesellschaft finden Aktivisten. Und gründeten die C3S (Caring for free culture), um eine richtungsweisende europäische Lösung zur Vergütung zu entwerfen und eine Konkurrenz zur GEMA darzustellen.
Die neue Idee: Der Vervielfältigungszuschlag
Neues von der GEMA: der Vervielfältigungszuschlag. Der sieht vor, dass DJ's für Kopien von Musikwerken bezahlen. Dazu zählen Songs, die von Platte gerippt werden und gekaufte MP3s. Ein DJ muss jedes kopierte Lied für 13 Cent lizensieren. Der Aufwand sei unrealistisch, meinen Kritiker. Und zudem ist die Regelung gegenüber Nachwuchs-DJs unfair.

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