Bayern 2 - Zündfunk


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Lieblinge der Redaktion Sieben feministische Bücher für den Urlaub

Sommer am See: Handy aus, Buch raus! Nur welches? Wir wollten von den Zündfunk-Autorinnen und Autoren wissen: Welche feministischen Bücher würdet Ihr unbedingt mit in den Urlaub nehmen?

Von: Maria Fedorova, Laura Freisberg, Katja Engelhardt

Stand: 18.08.2017

Mariko Tamaki/Jilian Tamaki: Ein Sommer Am See | Bild: Reprodukt

Mariko Tamaki/Jilian Tamaki: Ein Sommer Am See

Eine Graphic Novel von dem kanadischen Künstlerduo Mariko und Jilian Tamaki. Schlaue Coming of Age-Geschichte.

Betty Smith: Ein Baum wächst in Brooklyn

Feministische Pursuit of Happiness-Geschichte: Die elfjährige Francie Nolan möchte unbedingt Schriftstellerin werden. 1943 erschienen, war der Pulitzer-Preis-nominierte Roman ein sofortiger Bestseller.

Viv Albertine: A Typical Girl

Viv Albertine war eines der ersten Riot Grrrls der Musikgeschichte. Sie war Gitarristin der Slits. In ihrer Autobiografie beschreibt sie den Weg vom Punk ins Hausfrauendasein - und den Ausbruch. Guter Humor, sehr berührend. Hier geht's zum Zündfunk-Interview.

Virginia Woolf: Ein Zimmer für sich allein

Ein Klassiker wie Beauvoirs "Das andere Geschlecht", aber viel kürzer und deshalb eher für die Ferien zu empfehlen. Darin stellt Woolf die Frage, wie viele großartige Künstlerinnen es wohl gegeben hätte, wenn Frauen über Geld und Zeit verfügen könnten wie (privilegierte) Männer. Ein Aufruf, die eigenen Chancen zu nutzen.

Deborah Feldman: Unorthodox

In ihrem autobiografischen Debütroman beschreibt Deborah Feldman ihre Kindheit in einer ultraorthodoxen jüdischen Glaubensgemeinde in New York. Ein seltener Bericht über diese quasi unsichtbare Welt mitten in Brooklyn, wo Frauen keine Rechte haben. Es ist trotzdem leicht zu lesen und eignet sich daher gut als Urlaubslektüre.

Margaret Atwood: Der Report der Magd

Schon klar: Alle reden über die Serie. Doch das Buch lohnt sich! Atwoods Dystopie über einen totalitären Staat, in dem Frauen als Gebärmaschinen versklavt werden. Tauchte nach der Trump-Wahl wieder in den Beststellerlisten auf. Margaret Atwood bekommt am 15. Oktober den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen.

Chris Kraus: I Love Dick

„I Love Dick“ ist keine Lovestory, vielmehr nutzt Chris die Liebe zu Dick - ein Kollege ihres Mannes - als Projektionsfläche, um ihre Meinung über Männer, Ehe, Kunst und Literatur auszusprechen. Ein Roman, irgendwo zwischen feministischem Manifest und Kunsttheorie. Hier geht's zum Zündfunk-Interview.

Außerdem:

Maggie Nelson: The Argonauts (Deutsche Version erscheint am 25.9.2017)
Verena Stefan: Häutungen
Laurie Penny: „Babys machen & andere Storys“
Margarete Stokowski: Untenrum frei
Sylvia Plath: Die Glasglocke
Françoise Sagan: Bonjour Tristesse
und und und...


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