Statt Konkurrenz Gemeinwohl-Ökonomie, ein alternatives Projekt
Vor zwei Jahren schon wünschten sich laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung neun von zehn befragten Menschen in Deutschland und Österreich eine neue Wirtschaftsordnung. Wie könnte die aussehen?
"Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl."
Bayerische Verfassung
So steht’s in der Bayrischen Verfassung. Das hier formulierte Ideal hat aber nur wenig mit der real existierenden Marktwirtschaft, den globalisierten Finanzsystemen, dem aktuellen Raubtierkapitalismus gemein. Vor zwei Jahren schon wünschten sich laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung neun von zehn befragten Menschen in Deutschland und Österreich eine neue Wirtschaftsordnung. Wie könnte die aussehen?
Christian Felber, Mitbegründer von Attac Österreich, hat im Herbst 2010 beim Deuticke-Verlag ein Buch publiziert: "Die Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft." Im Februar erscheint eine aktualisierte Neuauflage.
Inzwischen haben sich etliche Initiativen, Betriebe und sogar eine Bank dieser Gemeinwohl-Idee angeschlossen und versuchen, die Theorie in die Praxis umzusetzen. In diesem Generator stellen wir das Projekt vor, das Teil einer "demokratischen Bewegung von unten" sein möchte.
Wir haben mit Christian Felber über sein "Wirtschaftsmodell der Zukunft" gesprochen und einen der "Pionierunternehmer" der Gemeinwohl-Ökonomie, Harro Colshorn, in seiner Biolandgärtnerei besucht.

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