Vom Machtgewinn zum Weltfrieden Eine kleine Geschichte der Kriegserklärung
Mit einer kleinen Geschichte der Kriegserklärung plädiert der Generator für einen kritisch-analytischen Pazifismus. Man kann den Krieg nicht einfach abschaffen, es geht darum, die Wechselwirkungen der Kriegsgründe zu untersuchen und keinen davon zu verschleiern.
Kriege gehen immer von einer Allianz aus drei Kräften aus: einer Regierung, die von dem Krieg einen Zuwachs an Macht und „Sicherheit“ erhofft; einer Ökonomie, die ein Interesse an dem Krieg hat; schließlich einer Mehrheit einer Bevölkerung, die einen Krieg bejaht, in manchen Fällen sogar herbeisehnt und fördert. Eine analytische Untersuchung der Ursachen tritt oft in Konkurrenz zu einem emotionalen Pazifismus. So wird der Beginn eines Krieges häufig mit der einen, ausschlaggebenden Begründung gerechtfertigt oder in vagen Metaphern beschrieben und erklärt. Doch wer einen Kriegsgrund überbetont, läuft Gefahr, die anderen zu vernachlässigen. Mit einer kleinen Geschichte der Kriegserklärung plädiert der Generator für einen kritisch-analytischen Pazifismus. Man kann den Krieg nicht einfach „abschaffen“, es kommt darauf an, die Wechselwirkungen der vielfältigen Kriegsgründe zu untersuchen und keinen davon zu verschleiern.
- Mit Martin Wengeler, Professor für germanistische Linguistik an der Universität Trier, der seit der Regierungserklärung 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan deutsche Kriegsbotschaften untersucht und
- Hans-Joachim Heintze, Professor am Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum.

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