Beschützer oder Stalker Wie der Staat uns ganz nahe kommen will
Kameras, Drohnen und Apps sollen unser Leben sicherer machen. Staaten forschen längst an Systemen, die diese Informationen verbinden - wie zum Beispiel Indect, an dem seit 2009 gearbeitet wird. Der Zündfunk-Generator fühlt dem Sicherheitsapparat auf den Zahn.
"Willkommen bei Aldi-Süd: Angebot ab Donnerstag, 28.Juni: Überwachungskamera, je 119 Euro. Optimal geeignet zur Überwachung von Tieren, Grundstücken, Gebäuden oder anderen schwer einsehbaren Orten."
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Kameras, Drohnen und Apps sollen unser Leben sicherer machen. Staaten forschen auch längst an Systemen, die alle diese Informationen verbinden. Die EU zum Beispiel lässt forschen, für- Zitat - "die Sicherheit der Bürger". So heißt es jedenfalls auf der Homepage von Indect, einem Projekt, an dem seit 2009 gearbeitet wird.
Indect soll die Daten von Überwachungskameras an öffentlichen Plätzen, Sozialen Netzwerken, Suchmaschinen, staatlichen Datenbanken und sogar Drohnen miteinander vernetzten, um so mögliche Straftäter schneller zu entdecken. Intelligentere Technik soll uns vor neuen Bedrohungen schützen - denn die sehen Regierungen überall: Schurkenstaaten, Terroristen, Schläfer.
Aber wird die Gesellschaft sicherer durch mehr Sicherheitstechnik? Und werden wir dadurch endgültig zum gläsernen Menschen - oder ist das nur Panikmache von Verschwörungstheoretikern?
Der Zündfunk Generator fragt, wer in Zukunft für unsere Sicherheit sorgen soll - und wie. Und wir diskutieren darüber, wer wirklich von der Überwachung profitiert.
Mit: Ralf Bendrath, Politikwissenschaftler und Blogger, der seit mehr als zehn Jahren zu Technologie- und Sicherheitspolitik forscht. Roland Albert, Mitglied der Piratenpartei und Indect-Kritiker. Der Firma EMT, die Drohnen herstellt, und dem Juristen Andreas Ruch, der an der Entwicklung von APFEL beteiligt ist, einem Projekt, bei dem Menschen an Flughäfen besser überwacht werden sollen.

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