Bayern 2 - Zündfunk


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Ergebnisse der großen Zündfunk Hörerumfrage You listen to us – wir hören auf Euch!

Wir haben Euch gebeten unseren ellenlangen Fragebogen zu unserem Programm auszufüllen. Das habt ihr gemacht, jetzt sind wir dran – nämlich damit uns zu bedanken. Ein Brief an unsere Hörer.

Von: Michael Bartle

Stand: 20.10.2016

Drei Smilies, eines lacht, eines ist unentschlossen, eines wehklagt. (Themenbild Zündfunk-Umfrage) | Bild: BR

Liebe Hörerinnen und Hörer, Userinnen und User,

wir wollten von Euch wissen, was wir besser machen können, wo wir zulegen sollten, was ihr von uns überhaupt so haltet und was ihr von uns erwartet. Dazu haben wir Anfang September einen ziemlich langen Fragebogen ins Netz gestellt.

Und sagen Euch jetzt, nachdem wir all Eure Antworten zu Ende gelesen haben und unsere BR-Medienforschung uns alles ausgewertet hat:

Tausend Dank!

– ihr seid so großartige, interessierte, differenzierte, kluge und empathische Hörerinnen und Hörer! Die Besten, die wir uns wünschen könnten.

Und gleichzeitig macht ihr uns etwas Angst: weil wir dadurch erneut gecheckt haben, was das auch für eine große, ernsthafte und verdammt harte Aufgabe und Verpflichtung ist, für Euch zu senden!

Ein paar außerordentliche Facts zum Aufwärmen, die uns die Medienforschung zur Verfügung gestellt hat:

  1. Die Zündfunk-Hörer machen so gut wie keine Rechtschreibfehler. Kompliment an Eure Deutschlehrer.
  2. Ja, die Musik! Für 87 Prozent von Euch ist sie ein sehr wichtiger bzw. sogar der absolut unerlässliche Einschaltgrund. Gefolgt von den Themen (70 Prozent) und der Moderation (51 Prozent).
  3. 2/3 von Euch hören die ganze Sendung. Gründe, um abzuschalten sind: das Thema interessiert nicht (32%). Moderator ‚nervt‘ (8%) Musik zu anstrengend (16%). Oder: Abendessen ist fertig. Kinder wollen was.
  4. 61% der User wollen im ZÜNDFUNK Online-Angebot die Artikel/Dossiers – also unsere Inhalte lesen. Das ist ein unüblich hoher Wert.

Der Online Fragebogen war ganz schön lang, wir haben Euch da ziemlich gelöchert. Vor allem, weil wir wissen wollten, ob wir inhaltlich richtig liegen. Auch da habt ihr uns erstaunt, erfreut, glücklich gemacht und positiv überrascht.

Alles in allem wollt Ihr thematisch einen ZÜNDFUNK,

  • der Euch Neues aus den urbanen Zentren der Welt liefert
  • der Euch neue Sichtweisen und Perspektiven bietet
  • der Euch auch über Musik abseits des Mainstreams informiert
  • der nicht nur oder hauptsächlich im tagesaktuellen journalistischen rat race mithechelt, sondern Euch Hintergrund und Tiefe liefert

Dabei verzeiht ihr uns freundlicher weise einiges, unter anderem gelegentliche Albernheiten in der (Doppel-)Moderation. Oder Musik, die nicht innerhalb Eurer Filter Bubble blubbert. Ihr wollt von uns nicht so viele bayerische Themen, denn Bayern kennt ihr ja und von uns (siehe oben) wollt ihr neue Einblicke.

Ja, und ihr habt noch mehr berechtigte Kritik an uns: Manchmal nerven wir Euch, weil wir zu erwartbar sind, zu belehrend, zu moralisierend und immer mit dem Zeigefinger fuchteln. Und, ja, diese Kritik nehmen wir uns zu Herzen!

Und nicht nur die: wir schreiben uns auch hinter die Radio-Ohren, dass ihr lieber mit uns im Radio als nur über Facebook reden wollt. Und wir arbeiten daran, so schöne Sachen wie den Netzkongress oder die ZÜNDFUNK 40 Feier mit Euch und Neneh Cherry uvm noch viel öfter machen zu können – auch wenn wir das natürlich neben dem täglichen Radioprogramm nicht immer mal eben so stemmen können.

Zahlen, die Zweite:

Die Top 3 der von Euch heruntergeladenen langen Podcasts (ohne Reihenfolge)

Aber ihr wart so liebenswürdig und habt Eure Wertschätzung für unser Programm und unsere Autoren und Moderatoren nicht nur durch profanen Knopfdruck oder banales "Teilen" kundgetan, sondern habt uns ganz tolle kleine Liebesbriefe geschrieben, die uns heiße Ohren und einen warmen Bauch gemacht haben.

Besonders beeindruckt hat uns, dass ihr die Vielzahl und Vielfalt der Stimmen und Sichtweisen schätzt. Die gängige Lehrmeinung, wie man Radioformate zu programmieren hat, sagt ja anderes: dass man Verlässlichkeit und Durchhörbarkeit schaffen soll, Stimmen reduzieren und Gefühle triggern soll. Aber Ihr erwartet von uns eher das Gegenteil: Überfall, Überraschung und Diversität. Hier eine ganz, ganz kleine Auswahl (würde man alles, was ihr uns "frei" geschrieben und nicht nur angekreuzt habt, lesen wollen: man bräuchte eine ganze Zugfahrt einmal quer durch Bayern von München nach Frankfurt und zurück):

"Das  Zündfunk-Gefühl!  Die Mischung aus guter Musik, interessanten Themen, die nicht nur oberflächlich angeschnitten werden und sehr sympathischen Moderatoren."

oder, danke dafür:

"Was sollte denn die Frage nach der Beliebtheit der Moderatoren? Völliger Blödsinn! Natürlich höre ich die eine/den einen vielleicht lieber, aber auch die/der hat sein Tagesform - so wie wir alle. Und es macht auch Spaß, sich mit den anderen unterhalten zu lassen. Die Frage war wirklich zu blöd!"

oder

"Würde mir der Zündfunk nicht gefallen, würde ich nicht schon so lange hören. Verändert habt Ihr Euch ja im Lauf der Jahre, mit jedem Moderator verändert sich das Gesicht des Zündfunks und das ist gut so. Macht einfach weiter!"

oder

"Weiter innovativer Trendsetter bleiben und keine Mainstream-Musik spielen!"

und als Zugabe dieses rührende Statement

"Alles in allem ist diese Umfrage eine gute Gelegenheit, einfach mal ein großes Danke zu sagen, für das, was Ihr bietet - und ich hoffe, das bleibt weitere 40 Jahre so, dann bin ich 98 und höre Euch bestimmt immer noch gerne, wenn vielleicht auch etwas schlechter..."

Und tatsächlich, geliebte und geschätzte Hörerinnen und Hörer, ist genau das unser Wunsch: für immer für EUCH senden zu dürfen – und all die, die wir bisher noch nicht erreicht und kennen gelernt haben.

Wir verbeugen uns mit Knicks und sagen ein ganz, ganz großes Danke!


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