Landesgartenschau 2012 Was Bamberg blüht
Ab Ende April werden weit über eine Million Besucher zur Landesgartenschau in Bamberg erwartet. Man darf gespannt sein, was Bamberg blüht. Zeit für Bayern öffnet für die Neugierigen vorab die Tore.
Drei Schwerpunkte hat die diesjährige Landesgartenschau: der neu geschaffene Nordpark auf der nach einer alten Weberei benannten ERBA-Insel, der neu angelegte Weinberg am Südhang des alten Benediktinerklosters Michaelsberg und inmitten der Stadt das Gärtnerviertel.
Millionen für Blumen, Bäume und Bebauung
Bis zur Eröffnung der Gartenschau wird allein die Stadt Bamberg über 18 Millionen Euro investieren. Die Gesamtkosten liegen bei gut 32 Millionen Euro. Uferwege werden neu gebaut sein, der Park angelegt, ein Fischpass die beiden Arme des Flüsschens Regnitz verbinden, 400 Bäume gepflanzt, 5.500 Sträucher gesetzt, 50.000 Blumen ausgesät sein.
In jedem Paradies lauert eine Schlange
Die ERBA-Insel und die Landesgartenschau wird ein grünes Paradies. Doch in jedem Paradies lauert eine Schlange. Großprojekte rufen Kritik hervor. Ein Busbahnhof soll mitten in einem Wohngebiet die Millionenbesucher empfangen, für die neuen Uferwege wurden Flussgärten und eine Kleingartensiedlung beschnitten. Und Rehe, die auf der ERBA-Insel lebten, ästen dem sicheren Tod entgegen. Der spektakulär gegen Widerstände durchgesetzte ökologische Weinberg wird so ökologisch nicht werden.
Befürworter hoffen auf einen Boom
Die Blumen- und Gartenfreunde indes freuen sich auf die Schau, das marode vor sich hindämmernde Industrieareal bekommt eine Zukunft, der bislang stets vernachlässigte Stadtteil Gaustadt hofft auf einen Boom. Für Bamberg in jedem Fall ein erheblicher Gewinn.

Wetter


