Internationales England in Franken
Die Suche nach englischen Einflüssen in Franken gleicht einer Reise in die Vergangenheit. Fündig wird man vor allem auf dem Gebiet der Technik, im Fußball und in der Heiratspolitik. Doch wo sucht man England in Franken heute?
Es scheint, als hätten sich hierzulande englische Einflüsse vor allem auf dem Gebiet der Technik, im Fußball und in der Heiratspolitik des Europäischen Hochadels bemerkbar gemacht. So sind prominente Engländer wie William Wilson, William Townley und sogar Queen Victoria von England nicht aus der fränkischen Geschichte wegzudenken. So wäre Coburg ohne die engen Verbindungen zu Queen Victoria und damit zum englischen Königshaus um mehr als eine Attraktion ärmer.
Ohne England kein Adler
Die erste deutsche Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth hätte ohne den englischen Ingenieur William Wilson, wenn überhaupt, dann erst viel später zur Jungfernfahrt starten können. Und ob die Fürther Spielvereinigung ohne den britischen Trainer William Townley jemals zu einer Fußballlegende geworden wäre, steht in den Sternen.
Wo ist Franken heute britisch?
Aber wo sucht man England in Franken heute? Wo zeigen sich englische Einflüsse im Fränkischen Leben der Gegenwart? Es gibt sie, wenn auch sehr vereinzelt. Man findet den Geist von Merry Old England sowohl in der Erwachsenenbildung wie auch in der fränkischen Kunst und Kultur. Man kann sich im original englischen Pub mühelos nach London oder Liverpool imaginieren, im Deutsch-Englischen Club seine Sprachkenntnisse trainieren oder beim Beer-Tasting über die Unterschiede zwischen englischem und fränkischem Gerstensaft diskutieren.
Sehr schnell stellt man jedoch fest, dass nicht alles Englisch ist, was englisch spricht und dass echte Engländer in Franken – very british – vor allem durch vornehme Zurückhaltung glänzen.

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