Sucht nach Fläche Bayerns Landschaften verschwinden unter Beton
Im bundesweiten Vergleich hat Bayern den höchsten Flächenverbrauch. Täglich werden 20 Hektar Wiesen und Äcker versiegelt. Obwohl sich die Politik seit Jahren bemüht den Flächenfraß zu stoppen, ist wenig passiert.
Innenstädte veröden, während am Stadtrand immer neue Gewerbegebiete entstehen. Immer größere Einkaufszentren und Baumärkte machen sich breit. Gleichzeitig bekommt fast jede Gemeinde ihre Ortsumgehung. Abseits der lärmenden Hauptstrassen wachsen neue Siedlungsgebiete. Das Häuschen im Grünen ist nach wie vor der Traum vieler Familien.
Äcker und Wiesen zubetoniert
Zu spüren bekommen den unwiederbringlichen Flächenverlust vor allem die Landwirte. Ihre Äcker und Wiesen werden unwiederbringlich mit Asphalt und Beton versiegelt. Ersatz gibt es oft keinen mehr. Dabei kommen Gemüse, Eier und Fleisch aus der Region immer besser beim Kunden an. Der Kampf um die letzten unbebauten Flächen hat begonnen.
Naturschützer kämpfen gegen den Flächenfraß
Der Bayerische Bauernverband fordert die Bauern inzwischen auf, die sogenannten Ausgleichsflächen für neue Strassen und Gewerbehallen nicht der Natur zu überlassen, sondern sie weiter zu bewirtschaften. Naturschützer sind allerdings dagegen. Sie fordern endlich strengere Maßnahmen gegen den Flächenfraß. Außerdem sollen zuerst die bestehenden Industriebrachen genutzt werden, bevor auf der Grünen Wiese neu gebaut wird. Doch zügeln lässt sich die Sucht nach Fläche wohl nur mit einem Umdenken aller.

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