Bayern 2 - Zeit für Bayern


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Süchtig nach "Bettel" und "Mord"

Von: Thomas Muggenthaler, Anton Rauch, Susanne Schwarz

Stand: 11.11.2012 | Archiv

„Süchtig nach Bettel und Mord“, so lautet der Titel des Zeit-für-Bayern-Features von Thomas Muggenthaler, das sie nachhören können, wenn sie auf das Bild oben klicken.

In diesem Internet-Dossier beschreiben wir Ihnen die in der Sendung erwähnten selten gewordenen bayerischen Kartenspiele. Hier finden Sie viele Bilder, Literaturhinweise und ausführliche Spielanleitungen. Rechts sind die einzelnen Spiele aufgeführt.

„Vor allem geht es um den Spaß" sagt Kathrin Roider, eine von drei Damen am Tisch. Diebisch freuen sich die Frauen, wenn sie den einzigen Mann in der Runde zur Kasse bitten können.

Grasoberln, Haferltarock und Wallachen

Kartenspiel - Eine Runde in Töging am Inn spielt regelmäßig | Bild: Thomas Muggenthaler, BR zur Bildergalerie Kartler in Töging Geselligkeit und Konzentration

Thomas Muggenthaler hat viele Kartlerrunden besucht und ihnen ihre Geheimnisse entlockt. Bilder vom Stammtisch in Töging [mehr]

Die vier treffen sich regelmäßig in der Gaststätte Hastreiter in Waffenbrunn im Landkreis Cham jeden Donnerstag zum "Grasoberln" In den grünen Geldschüsselchen liegen nur rote Fünf-Cent-Stücke. Die Tarife sind gemäßigt. Das teuerste Spiel kostet 25 Cent. Die Kartenspieler erklären, worauf es ankommt, beim "Mord" und beim "Bettel" und was ein "Kafferer" ist, bei dem man Karten kaufen kann.

Angelika Schüdel und Bayern 1 Reporter Thomas Muggenthaler  | Bild: BR

Thomas Muggenthaler im Interview

Thomas Muggenthaler hat sich auf die Suche nach alten Kartenspielen gemacht, die schon auf der imaginären roten Liste des bayerischen Brauchtums stehen, weil sie, im Gegensatz zum "Watten" und "Schafkopf" kaum mehr gespielt werden.

In Regensburg hat er beispielsweise Fans vom "Wallachern" getroffen, einem Kartenspiel für drei Personen, bei dem es ebenfalls einen „Bettel" und einen "Mord" gibt.

Spielkartenexperte Manfred Hausler

ist der vermutlich beste Kenner der bayerischen Spielkarten weltweit. Hausler ist seit über 20 Jahren Mitglied der International Playing-Card Society (London) gehört dem österreichisch-ungarischen Spielkartenverein "Talon" in Wien und Budapest an und ist einer der Gründer der deutschen Spielkartengesellschaft "BubeDameKönig" in Berlin.
Während seiner jahrzehntelangen Forschung zur Geschichte der bayerischen Spielkarten trug er eine bedeutende Sammlung historischer Karten zusammen. Hausler ist nicht nur in Fachkreisen ein gefragter Ansprechpartner für Vorträge und ein geschätzter Autor mehrerer Publikationen zum Thema. u.a. Manfred Hausler, Trommler und Pfeifer, ISBN: 978-3-937200-89-7, über 200 Seiten, mit über 300 Abb. in Farbe, 28.00 €. (Wir verdanken Manfred Hausler zahlreiche Abbildungen.)


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