Überfordern statt fördern Verdirbt Schule die Lust am Lernen?
Zum Schulanfang heißt es oft: Jetzt beginnt der Ernst des Lebens. Muss das sein? Kann Lernen eigentlich auch Freude machen? Das Tagesgespräch fragt: Wie schaut der ideale Unterricht aus?
Am Donnerstag beginnt für die Schülerinnen und Schüler an den bayerischen Schulen wieder der Unterricht. Ein Datum, auf das man sich freuen kann? Oder nur ein Termin für die Rückkehr in einen öden Schulalltag - ein notwendiges Übel?
Mit welchen Gefühlen beenden Kinder und Jugendliche ihre Sommerferien? Freuen sie sich auf die Schule, weil es dort Neues zu entdecken gibt? Oder können sie das ewige Pauken kaum ertragen?
Zu Gast bei Tagesgespräch-Moderator Christoph Peerenboom war dazu Prof. Gerald Hüther, Hirnforscher an der Universität in Göttingen. Die derzeitigen Schulen biete keine Lust aufs Lernen mehr, sie sind zur "Erbsensortieranlage" geworden, meint er.
Die Anrufer haben mit Gerald Hüther diskutiert, wie Unterricht idealerweise ausschauen sollte. Eine zentrale Frage: Welche Rolle spielt die Motivation fürs Lernen? Professor Hüther sagt: Wir lernen, wenn wir uns für etwas begeistern können. Das Gehirn ist kein Muskel, den man trainieren kann. Schlägt sich das in den Methoden der Schulen nieder?
Ab dem Nachmittag können Sie sich die Sendung als Podcast herunterladen - und nochmal anhören.
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