Bayern 2 - Tagesgespräch


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Schluss mit dem Gedränge Brauchen Radler mehr Platz?

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat heute die fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands gekürt. Die selbsternannte Radlhauptstadt München ist bundesweit auf Platz 13. Das Tagesgespräch fragte: Brauchen Radler mehr Platz?

Stand: 19.05.2017

München wäre gerne Radlhauptstadt. Nach Ansicht des ADFC muss dafür aber noch einiges passieren. Denn Spitzenreiter unter den bayerischen Städten sind Erlangen und Ingolstadt. Zwar investieren bayerische Städte wie auch der Freistaat in den Ausbau des Radverkehrs. Radwege aber würden vielerorts zu Lasten der Fußgänger angelegt, meint der ADFC. Und: Die Breite der Radwege werde aber in den meisten Städten als zu gering beklagt. Das Sicherheitsgefühl unter Radfahrern sei dementsprechend nicht besonders groß.

Wie radlerfreundlich sind bayerische Städte?

Großstädte

Im Fahrradklimatest des ADFC landet Augsburg bei den Städten über 200.000 Einwohner bundesweit auf Platz 11, gefolgt von München (Platz 13) und Nürnberg (Platz 24).

Mittelgroße Städte

Auf den bundesweit vorderen Plätzen bei den Städten bis 200.000 Einwohner rangieren hier Erlangen (Platz 3) und Ingolstadt (Platz 5). Regensburg folgt auf Platz 10. Schlechter bestellt ist es um die Fahrradfreundlichkeit in Fürth (Platz 23) und Würzburg (Platz 34)

Kleinere Städte

Landshut kommt bei den Städten von 50.000 bis 100.000 Einwohnern bundesweit auf Platz 33, Bayreuth auf Platz 42, Bamberg auf Platz 58. Mit Aschaffenburg, Rosenheim, Kempten und Schweinfurt finden sich hier vier Städte im unteren Drittel.

Kommunen

Gunzenhausen im Altmühltal findet sich bei den Kommunen bis 50.000 Einwohnern auf bundesweit auf Platz 13, gefolgt von Königsbrunn auf Platz 17 und Herzogenaurach auf Platz 19. Deutlichen Verbesserungsbedarf sieht der ADFC in dieser Kategorie in Amberg, Straubing, Passau und Hof. Diese Städte liegen bayern- wie bundesweit auf den hintersten Plätzen.

Mehr Geld für Radler

Der Freistaat Bayern will mit dem "Radverkehrsprogramm Bayern 2025" zwischen 2015 und 2019 insgesamt 200 Millionen Euro investieren. München stehen über die Nahmobilitätspauschale jährlich 10 Millionen Euro für Radverkehrsmaßnahmen zur Verfügung. Nürnberg hat einen Etat von 1,1 Millionen Euro für die Radinfrastruktur; Augsburg hat im vergangenen Jahr 950 000 ausgegeben und will diesen Anteil 2017 erhöhen. In vielen Städten gibt es darüber hinaus projektbezogene Zahlungen. Als Vorreiter gilt laut ADFC schon seit langem Erlangen. Die Stadt investiert regelmäßig 50 bis 100 000 Euro in den Radverkehr, verhältnismäßig wenig. Dazu kommen allerdings jährlich unterschiedliche hohe Sonderprojekte.

Wie fühlen Sie sich auf dem Rad?

Rücksichtslose Autofahrer? Egoistische Mitradler? Wie geht es ihnen auf dem Drahtesel? Welche Erfahrungen machen Sie beim Radeln in der Stadt? Rufen Sie an und reden Sie mit. Zu Gast bei Moderatorin Imke Köhler war Armin Falkenhein, Bayerischer Landesvorsitzender des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs.

Die Nummer ins Studio: 0800 / 94 95 95 5

Eine Frau telefoniert | Bild: colourbox.com

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Zäsar, Freitag, 19.Mai, 13:18 Uhr

63. Ultraaggressive Radfahrer

Ich habe schon mehrfah mit ultraaggressiven Kampfradlern zu tun gehabt, die etwa auf langen Gefällstrecken versuchten, Autos zu überholen, um dann direkt davor wieder einzuscheren und der gleichen Kamikaze-Aktionen.

Anton, Freitag, 19.Mai, 13:10 Uhr

62. Führerscheinpflicht für Radfahrer

Wir brauchen zunächst mal eine Führerscheinpflicht für Radfahrer, damit sichergestellt ist, dass sie mit den Verkehrsregeln vertraut sind und sich demenstprechend verhalten können.

Tina, Freitag, 19.Mai, 13:03 Uhr

61. Ärgerlich...

...finde ich es, wenn Radfahrer oder ganze Gruppen neben dem Radweg auf der Straße fahren. Das sind meist solche im Sportlerdress - die denken, für sie gelten die Verkehrsregeln nicht. Diese Sorte ist leider besonders aggressiv und gefährdet durch ihr Verhalten andere Verkehrsteilnehmer massiv.

Peter, Freitag, 19.Mai, 13:01 Uhr

60. Radeln

Nachdem ich selbst begeisterter Rennradfahrer, Mountainbiker und Alltagsrad lernen bin sowie viel zu Fuß gehe und im Außendienst viel Auto fahren kenne ich alle Seiten des Verkehrs. Quintessenz ist jeder muß auf jeden schauen und für den anderen mitdenken. Fußgänger müssen nicht zu fünft nebeneinander laufen oder ohne zu schauen die Richtung wechseln , Radler dies aber einkalkulieren und Autofahrer ebenso. Dann klappt es.

Hansi, Freitag, 19.Mai, 13:00 Uhr

59. Fahrradler

Also ich finde, für Fahrrad ist genug Platz auf den Straßen. Fahrräder sind klein, leicht und wendig. Die sind flexibler und können auch mal auf den Gehweg ausweichen. Ein Lastwagen kann das nicht.