Bayern 2 - Tagesgespräch

Tagesgespräch Privatisierung von Trinkwasser: Warum nicht?

Wasser kommt aus dem Hahn, soweit so gut. Aber davor kümmern sich bei uns die Kommunen um die Wasserversorgung. Könnten das nicht auch Privatunternehmen tun? In der EU wird darüber beraten. Was halten Sie davon?

Stand: 24.01.2013
Wassertropfen | Bild: picture-alliance/dpa

Darf das "Lebensmittel" Wasser genauso gehandelt werden wie zum Beispiel Gas oder Strom? Diese Frage treibt viele Menschen um, weil der Binnenmarkt-Ausschuss des EU-Parlaments über den Sinn und Zweck privater Wasserversorgung berät. Viele befürchten, dass demnächst die Kommunen von privaten Unternehmen verdrängt werden - mit Folgen wie Preissteigerung und Qualitätsverlust. Unter www.right2water.eu/de sammeln Gegner Stimmen für eine Petition an die EU.

Wie sieht die ideale Trinkwasserversorgung aus?

Zu Gast bei Christine Krueger war dazu Inga Winkler. Sie befasst sich beim Deutschen Institut für Menschenrechte mit dem Recht auf Wasser und Sanitärversorgung. Die zentrale Frage an sie: Was hat sich getan seitdem die Vereinten Nationen den Zugang zu sauberen Wasser als Menschenrecht anerkannt haben? Welche Rolle spielt die Politik, wenn es um die Umsetzung dieser Rechte geht? Kann es gut gehen, wenn die Wasserversorgung privatisiert wird?

Das Tagesgespräch hat zu diesem Thema auch Ulrich Maly am Telefon zur Diskussion dazugeholt. Der Nürnberger Oberbürgermeister ist auch Vorsitzender des Bayerischen Städtetages. Im Interview mit dem Tagesgespräch hat er erklärt, worin er die Vorteile der öffentlichen Wasserversorung einer Stadt sieht.

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