Bayern 2 - Tagesgespräch


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28-Stunden-Woche Was halten Sie von der IG-Metall-Forderung?

Welche Vorgaben müssen Sie bei Ihren Arbeitszeiten erfüllen? Würden Sie gerne freier und selbstständiger entscheiden? Was würde das für Sie bedeuten und was für Ihren Arbeitgeber? Erzählen Sie uns von Ihren Wunsch-Arbeitszeiten.

Stand: 12.10.2017

Die Forderung der IG Metall nach einem Recht auf eine zeitweilige 28-Stunden-Woche sorgt für Diskussionen. Der Verband der Familienunternehmer findet die Idee nicht gut und warnt vor einer weiteren Verschärfung des Fachkräftemangels.

Ein Metallarbeiter mit einem IGM-Logo und einem 28-Stunden-Uhr-Symbol | Bild: picture-alliance/dpa/BR/Montage:BR zum Artikel Stimmen Sie ab! Teilzeit-Forderung der IG Metall 28-Stunden-Woche auf Zeit: Zukunftsmodell oder rückwärtsgewandt?

28: die Zahl der Stunde. Die Forderung der IG Metall, einen auf zwei Jahre befristeten Anspruch auf Teilzeit einzuführen, hat für Aufsehen gesorgt, bei vielen auch für Kopfschütteln. Unbegründet ist die Forderung der Gewerkschaft jedoch nicht - und auch nicht ohne Vorbild. Von Michael Kubitza [mehr]

Rückendeckung gibt es von SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles, die argumentierte, die Wirtschaft müsse dem Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Flexibilität entgegenkommen. Auch der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Gustav Horn, sprach von einem "sehr modernen" Vorschlag der IG Metall.

Die Idee der IG Metall ist, dass die Beschäftigten ihre regelmäßige Arbeitszeit künftig ohne Begründung für eine Dauer von maximal zwei Jahren auf bis zu 28 Stunden in der Woche reduzieren können. Danach soll der Anspruch bestehen, auf die ursprüngliche Arbeitszeit zurückzukehren. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall findet den Vorschlag "rückwärtsgewandt".

Wieviel Flexibilität wünschen Sie sich bei Ihren Arbeitszeiten?

Experten in der Sendung

Prof. Dr. Ulrike Hellert, Unternehmensberaterin insbesondere zum Thema "moderne Arbeitszeiten" und wissenschaftliche Direktorin beim Institut für Arbeit & Personal der FOM Hochschule.

Reinhold von Eben-Worlée, Vorsitzender des Verbandes der Familienunternehmer und Geschäftsführender Gesellschafter E.H. Worlée & Co. (GmbH & Co.) KG

Sind feste Tages-, Wochen- oder Jahresarbeitszeiten noch zeitgemäß?

Wie würde sich mehr Flexibilität auf Ihr Leben, die Unternehmen und die Gesellschaft auswirken?

Rufen Sie an und sagen Sie uns Ihre Meinung.

Die Nummer ins Studio: 0800 / 94 95 95 5

Eine Frau telefoniert | Bild: colourbox.com

Unter dieser gebührenfreien Telefonnummer sind wir werktags ab 11 Uhr für Sie erreichbar. Rufen Sie an!
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Matthias Proksch, Donnerstag, 12.Oktober, 12:57 Uhr

13. Teilzeit nur für Frauen ??

Teilzeit ?? Für Männer gilt das wohl nicht , für Frauen schon ? Wieso ??? Schicken die Kids früh in die Kita / Schule etc. , und sitzen ganzen Tag daheim ? Sollen die doch auch mal arbeiten gehen !! "ich kann nicht arbeiten, bin eine Frau" ? was das denn für eine Ausrede ????

Gerald Kley, Donnerstag, 12.Oktober, 12:54 Uhr

12. Betriebliche Mitbestimmung

Seit Jahrzehnten erodieren zusehends die Verhandlungspositionen der Gewerkschaften durch den zunehmenden Rückzug der Arbeitgeber aus den tarifautonomen Gremien, den meist abnehmenden Organisierungsgrad der Lohnabhängigen in ihren Unternehmen sowie der meist einseitigen, massenmedialen Berichterstattung zum Nachteil der Arbeitnehmer. Das bestehende Parteienkartell stärkt zusätzlich, in der Regel allumfassend die Rechtspositionen der schon Vermögenden bzw. der Vermögenaufbauenden Akteure, wie Vermögenstreuhänder, Erben und Unternehmertum. Um den gesellschaftlichen und betrieblichen Frieden zu befördern sollten die künstlich geschaffenen starren Schemata aus Interessengegensätzen zwischen Kapitaleignern und weitgehend Kapitallosen durch eine umfassende betriebliche Mitbestimmung, weitgehende Mitarbeiterbeteiligung und vielleicht kombiniert mit einem bedingungslosem Grundeinkommen entschärft werden. Aktuell backen viele Grüppchen an ihren eigenen Keksen, wo doch alle! Kuchen essen könnten!

Christina, Donnerstag, 12.Oktober, 12:44 Uhr

11. 200 Euro über Steuern finanzieren

Finde die Idee gut, könnte wie auch beim Elterngeld ganz neue gesellschaftliche Strukturen schaffen, Herausforderungen vor allem für Männer und Unternehmer. Ich glaube, die neuen Arbeitnehmer ( die Geburtenjahrgänge aus den 90er Jahren) wollen viel mehr Zeit für Familie und gesellschaftliches Engagement und nicht nur für Karriere und möglichst hohen Verdienst. .

Allerdings finde ich es nicht gut, dass der Arbeitgeber die 200 Euro übernehmen soll, das wäre eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte über Steuern finanziert werden.

Georg Siebenbrodt, Donnerstag, 12.Oktober, 12:42 Uhr

10. Arbeitszeit Flexibilisierung fördert nur die Diskriminierung

Ich bin alleinerziehender Vater und sehe diesen Vorstoß als den falschen Hebel. Arbeitgeber sollten dazu verpflichtet werden, allgemein die externe Betreuung zu finanzieren. Die Betreuung von Kindern, Alten und Kranken muss flexibler werden und die Fachkräfte sollten dafür besser bezahlt werden. Gerade die tägliche Terminierung mit unflexiblen Betreuungsstätten verursacht den Stress. Es sollte z.B. 24h-Kindergärten geben! Nur so kann eine Diskriminierung von Menschen mit Betreuungsverpflichtung verhindert werden.

Bernhard Kreuzer, Donnerstag, 12.Oktober, 12:42 Uhr

9.

Das wäre die perfekte Chance, um die Industrielle Leistungsfähigkeit in Deutschland zu reduzieren und das durch Automation und Robotik eh schon reduzierte Arbeitspensum auf Alle gleich zu verteilen.