14./15. April 1912: Untergang der Titanic
In der Nacht zum 15. April 1912 kollidiert die Titanic mit einem Eisberg und reißt rund 1.500 Passagiere in den Tod. Das damals größte Schiff der Welt hatte sich auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York befunden.
Unvermeidbare Katastrophen Eine Reise ins finstere Herz der Technik
Manchmal reicht schon eine defekte Fritteuse, um ein Schiff zu versenken, so geschehen im Falle der MS Angelina Lauro 1979 - von dilettantischen Kapitänen wie dem "Costa Concordia"-Macho mal ganz abgesehen. Eine Reise zu den schlimmsten Technik-Katastrophen der vergangenen 100 Jahre.
Es muss also nicht immer ein Eisberg sein, doch als vor 100 Jahren, in der Nacht vom 14. auf den 15. April 1912, die RMS Titanic gegen eben einen solchen prallte, havarierte und rund 1500 Passagiere mit in die Tiefe riss, sank auch die menschliche Hybris hinsichtlich verheißungsvoller Großtechnologien auf den Grund des Meeres. Natürlich hat das die Menschheit nicht vom steten Ingenieursstreben abgehalten, ganz im Gegenteil: Das Zeitalter der Luft- und Raumfahrt, von Challenger-Explosionen und Flugzeugkollisionen stand erst noch bevor.
Hintergrund
In seinem Buch "Normale Katastrophen" hat der Organisationstheoretiker und Soziologe Charles Perrow 1984 - kurz vor Tschernobyl und weit vor Fukushima - über die "unvermeidbaren Risiken der Großtechnik" geschrieben und dem Traum von einer "vollkommenen Sicherheit", der durch Politiker und Lobbyisten der Industrie immer wieder neu belebt wird, eine eindeutige Absage erteilt. Schmelzende Kerne oder sinkende Luxusliner können schon lange niemanden mehr verwundern - verstören und erschüttern dagegen umso mehr: Die "radioZeitreise" von Matthias Leitner führt in das finstere Herz der Technik, zu zerborstenen Schiffen, brennenden Zeppelinen, entgleisten Zügen und Atommeilern mit Alarmstufe Rot.

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