"Das Poetische hat immer recht "
| Deutsch und Literatur | Gy |
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Erst im Alter von über 30 Jahren gibt Theodor Fontane seinen Beruf als Apotheker auf und versucht sich in einem neuen Metier: dem Schreiben von Romanen.
Zeit seines Lebens ist Theodor Fontane im Zwiespalt zwischen Freiheitsbestrebungen und dem auferlegten gesellschaftlichen Korsett, in das er sich vor allem aufgrund finanzieller Sorgen pressen lässt. In den frühen Jahren, in denen man sein poetisches Talent nur erahnen kann - seine Veröffentlichungen bescheren ihm nur mäßigen Erfolg - besucht er die Schule des Lebens: Als approbierter Apotheker erhält der künftige Dichter Einblicke in die reale Alltags- und Arbeitswelt der kleinen Leute, die beste Voraussetzung für detaillierte Milieu- und Charakterstudien. Nach dem Apothekerdasein, dem Schreiben von Balladen, historischen Erzählungen, Reisebildern, Artikeln und Theaterrezensionen, wagt er einen Selbstversuch und lässt einen lang gehegten Traum Wirklichkeit werden: Fontane schreibt Romane. So ist ihm sein schriftstellerischer Erfolg erst im hohen Alter vergönnt, denn die Romane, für die er heute berühmt ist, stammen aus seinem letzten Lebensabschnitt.

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