radioWelt-Rubrik Die Woche im Web
Bayern 2 schaut auf die Neuigkeiten rund ums Internet - immer freitags um 6.45 Uhr in der radioWelt am Morgen auf Bayern 2. Hier gibt es alle Infos zum Nachlesen.
StudiVZ gibt auf
StudiVZ war hierzulande lange das führende soziale Netzwerk. Doch das ist Geschichte – Facebook hat dem deutschen Unternehmen längst den Rang abgelaufen. Jetzt versucht die VZ-Gruppe – zu der auch SchülerVZ und MeinVZ gehören - noch einmal einen Neuanfang.
Und so sieht die neue Firma aus: aus SchülerVZ wird IDPool, ein Schülerportal mit "edukativem Angebot", wie es heißt. Es geht also nicht mehr in erster Linie darum Freundschaften, Fotos und Schminktipps auszutauschen, sondern darum, den Kindern dabei zu helfen, etwas zu lernen. Wie erfolgversprechend der Neustart ist, hängt auch vom übermächtigen Platzhirschen ab. Angeblich will sich Facebook, künftig ebenfalls den Schülern unter 13 Jahren öffnen – die sind bislang beim weltgrößten sozialen Netzwerk noch nicht zugelassen.
Apple schmeißt Google-Maps raus
"In unserem Betriebssystem iOS 6 haben wir eine Kartenanwendung von Grund auf neu programmiert. Und das ist wirklich super geworden. Wir kümmern uns selbst um die ganze Kartografie. Und stellen auch eine neue Navigationslösung auf die Beine. Die wird auch auf den Verkehr auf den Straßen reagieren. Dafür machen wir etwas Besonderes: wir werten anonymisiert aus, wo sich unsere iOS-Nutzer gerade befinden und so haben wir ganz aktuelle Verkehrsinformationen."
... denn wo viele iPhone-Nutzer unterwegs sind, steigt die Wahrscheinlichkeit für Staus, so die Logik des Apple-Managers in dieser Woche auf der Entwicklerkonferenz in San Francisco. Die neuen eigenen Kartendienste wurden dort in den höchsten Tönen gelobt. Musste so sein. Denn Apple will Google Maps den beliebten Dienst des Internetkonzerns und Erzrivalen von den eigenen iPhones und iPads verbannen.
Firmen reißen sich um Domains
Neben .DE oder .COM soll es bald alle möglichen Internet-Adress-Endungen geben. Die Freigabe der sogenannten Domains hat nun einen wahren Ansturm ausgelöst. Über 1900 Bewerbungen gingen am Mittwoch, dem ersten Tag der Liberalisierung, bei der Internet-Regulierungsbehörde Icann ein. Florian Regensburger aus der Online-Redaktion des Bayerischen Rundfunks sagt über die besonders beliebten Endungen:
Neben einigen geografischen Domains - wie zum Beispiel auch .bayern oder .hamburg oder .berlin - haben sich viele Unternehmen ihren Firmennamen sicher lassen. Dazu waren einige Begriffe, die als besonders geschäftsträchtig gelten natürlich auch begehrt - wie .app in Bezug zu Smartphone-Apps - mit 13 Bewerbungen oder .love zum Beispiel, wo es sieben Bewerber dafür gab. Und es wird wohl so ablaufen, dass die Kontrahenten in eine Auktion gehen müssen - und wer am meisten bezahlt, der darf diese Domain dann in Zukunft be- und auch vertreiben, also damit Geld verdienen.
Deutsche Handynetze könnten zusammengelegt werden
In den deutschen Mobilfunkmarkt kommt anscheinend Bewegung. Zu den beiden Marktführern Telekom und Vodafone versuchen die beiden kleineren Netzbetreiber O2 Telefonica und E-Plus seit Jahren aufzuschließen. Bislang getrennt nun könnte es möglichweise bald einen Schulterschluss geben. O2 könnte E-Plus übernehmen und das gemeinsame Unternehmen dann an die Börse bringen, so berichteten diese Woche mehrere Medien.

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