Fasching, Hunde, Partnerschaft Warum das Speed-Dating eine heikle Sache ist
Trost für Singles: Wer sich nicht traut, im Fasching auf Partnersuche zu gehen, dem bleibt immer noch das Internet. Das kreiert dank "Matching Algorithmen" auch außerhalb des Faschings närrische Verbindungen.
Hand aufs Herz: Wie ist das mit dem Menschen an Ihrer Seite? Sind sie ihm ähnlich? Wäre doch möglich. Bei Hunden soll sich das ja sogar physiognomisch auswirken, weil sie irgendwann aussehen wie ihr Herrchen oder Frauchen. Oder umgekehrt. Daran sollte man denken, ehe man sich so einen kleinen, asthmatisch keuchenden Mops mit eingedätschter Schnauze und heraushängender Zunge zulegt.
Allerdings können sich auch die Gegensätze anziehen. Zum Beispiel bei mir und meiner Frau. Sie mag klare Suppen. Ich nicht. Ich dusche gerne. Sie nicht. Sie radelt gerne schnell. Ich nicht. Ich bin assoziativ, sie ist gut organisiert. Na, und so weiter, man muss ja nicht alles ausbreiten. Soviel jedenfalls: wir sind keine Möpse und haben keinen Mops. Also wie ist das mit der Partnerschaft?
"Matching-Algorithmen" - welcher Deckel passt auf welchen Topf?
Achtung, ihr Singles, heute ist Faschingsdienstag. Wer das für ein ungeeignetes Datum hält, jemand kennen zu lernen, gehört eher zum strukturierten Teil der Menschheit. Aber, trostvoll genug, den gut Organisierten stehen ja die sogenannten "Dating Seiten" offen, im Internet. Da wird nichts dem Zufall überlassen, sondern, via ausgeklügeltem Fragebogenabgleich, soll zusammenkommen, was zusammengehört. Man nennt das "Matching-Algorithmen". Allerdings haben jetzt amerikanische Wissenschaftler in einer Untersuchung herausgefunden, dass dies keine glückliche Parnerschaft garantiert. Wie erstaunlich, dieses Fotschungsergebnis. Und das liegt nicht an dem hässlichen, so komplett unromantischen Begriffspaar "Matching Algorithmen".
Das Geheimnis von Merkozy oder Mops und Mops gesellt sich gern
Vielleicht aber könnte man dem "Speed Dating", auch so ein romantischer Begriff, etwas abgewinnen, wenn man die Sache von einer anderen Seite her sieht. Politisch. Nehmen wir mal Assad und Putin. Weil die sich zu mögen scheinen. Gibt es da Ähnlichkeiten? Haben die Fragebögen ausgefüllt? Sind Algorithmen im Spiel? Weit rätselhafter ist das bei einem anderen Paar: Merkel und Sarkozy. Wo ist da die Ähnlichkeit? Welchen Hund hätten die beiden? Oder welches Hundepaar? Spielen Mops und Terrier eine Rolle? Oder eine Kreuzung aus beiden? Und wie wäre das, um in die heimischen Gefilde zu kommen, mit Seehofer und Söder? Haben die nur das S gemeinsam? Oder gibt es anderes, was sie verbindet? Wie mögen deren Fragebögen aussehen? Welche Hunde würden zu ihnen passen?
Leider haben die beiden amerikanischen Psychologen so etwas nicht untersucht. Denn dann, ja dann, könnte vor jeder Konferenz, vor jeder Regierungsbildung, ja, vor jeder politischen Entscheidung erst einmal ein Speed Dating stehen. Oder, folgt man den zweifelnden amerikanischen Wissenschaftlern, ein Faschingsfest im Narrenkostüm. Aber der Fasching ist heute Nacht ja zu Ende.
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