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Immer der Nase nach Duftwasser erleichtert Partnerwahl

Ob das der CDU weiterhilft? Ein neu entdeckter Duftstoff soll bei der Suche nach dem idealen Partner weiterhelfen. Aber welche Partei läuft schon immer der Nase nach?

Von: Peter Jungblut Stand: 23.01.2013
Nase | Bild: colourbox.com

Der ideale Partner sollte bekanntlich in der Küche fleißig, im Wohnzimmer unauffällig, im Schlafzimmer unterhaltsam sein.

Zur Not kann man sich auch mit einem Partner behelfen, der in der Küche unauffällig, im Wohnzimmer unterhaltsam und im Schlafzimmer fleißig ist. Das ist zwar anstrengend und bringt nicht viel, hilft aber gegen Langeweile.

Wer in der Küche unterhaltsam, im Wohnzimmer fleißig, im Schlafzimmer unauffällig ist, kommt dagegen selten für eine ernsthafte Beziehung in Frage, wohl aber für eine Koalitionsregierung.

In diesem Fall sollte jedoch genügend Platz vorhanden sein für zwei Zahnputzbecher, drei Meinungen und vier Rücktritte. Wer aus Altersgründen oder gesundheitlichen Erwägungen keine Beziehung mehr eingehen will und sich deshalb für eine Regierungsbeteiligung entscheidet, sollte sich allerdings vorher überlegen, ob er mit all den Leihstimmen wirklich unter einem Dach leben will. Die erfordern nämlich taktisches Geschick, auch nachts und am Wochenende. Und es stellt sich die Frage: Wer geht mit ihnen raus, wenn die Umfragen mal wieder miserabel sind oder die Überhangmandate nicht reichen?

Nur weil Koalitionen nicht haaren, selten schnarchen und nie früher nach Hause wollen, sind sie noch lange nicht  strapazierfähiger als eine mittelmäßige Liebe. Nicht jede Beziehung muss ja gleich so aufregend sein wie Neuwahlen.

Die neuerdings unter Verlustängsten und Einsamkeit leidende CDU muss sich also entscheiden, ob sie jemanden zum Anlehnen sucht oder jemanden zum Aufschauen. Das erste macht normalerweise müde, das zweite traurig, aber weil die CDU beides schon ist, kann sie genauso gut warten, wer alles vorbeikommt oder sich im Internet einfach etwas jünger machen.

Das waren jedenfalls bisher die modernsten Wege, einen zuverlässigen, wenn auch nicht unbedingt intelligenten Partner zu finden.

Dem Max-Planck-Institut verdanken wir nun eine ganz neue Methode, zwischenmenschlich weiterzukommen. Wissenschaftler haben demnach einen Duftstoff entwickelt, der den Eigengeruch des Körpers erheblich verstärkt und auf diese Weise Interessenten anlockt. Das ist kein Witz, sondern das Ergebnis zehnjähriger Forschungsarbeit.

Jetzt wäre natürlich zu klären, welchen Eigengeruch die CDU eigentlich hat, ob er mehr in Richtung Ratlosigkeit geht oder ins Unverbindliche spielt.

Wichtig ist, ihn zu verstärken, sagen die Wissenschaftler. Wenn sie möchte, kann Angela Merkel ja etwas Beliebtheit beisteuern, ein Duft, der in stärkeren Konzentrationen aber zur Alternativlosigkeit führt, und das ist so ziemlich das Letzte, was bei der Partnerwahl erwünscht ist. Wie auch immer – es wird spannend, wer vor der Tür steht, wenn sich die CDU demnächst mit dem neuen Max-Planck-Parfüm einsprüht. Klingelt Peer Steinbrück, braucht die Liebe Beinfreiheit. Und das tut immer weh.


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