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Hubert Aiwanger "Sind bei Flüchtlingspolitik näher bei CSU"

Der Chef der Freien Wähler in Bayern, Hubert Aiwanger, hat sich der CSU als möglicher Koalitionspartner angeboten. "Wir sind die Verantwortungspartei in Bayern, die eine bürgerliche Koalition möglich machen könnte."

Stand: 10.01.2017

Aiwanger machte deutlich, dass sich durch das Erstarken der AfD neue politische Konstellationen ergeben: "Wenn die AfD in den Landtag käme, was aus jetziger Sicht sehr wahrscheinlich ist, dann wird die CSU die absolute Mehrheit verlieren." Auf der Suche nach einem Koalitionspartner werde die CSU an den Freien Wählern nicht vorbeikommen, so Aiwanger: "Die CSU muss sich einen Koalitionspartner suchen und dann wünsche ich viel Spaß mit Rot-Grün." Die "wertkonservativen, vernünftigen Freien Wähler" seien für die CSU die bessere Wahl.

Allerdings müsse die CSU ihren Worten mehr Taten folgen lassen, forderte Aiwanger. "Sie hauen viel auf den leeren Topf, aber wenn man genau hinsieht, dann haben wir auch in Bayern Defizite." Es gebe zum Beispiel zu wenig Asylrichter, zu wenig Polizei, und es müsste mehr abgeschoben werden.

"Mehr Polizei, mehr Abschiebungen nötig"

Eine Koalition der Freien Wähler mit SPD und Grünen kann sich Aiwanger nicht mehr vorstellen. Dafür sei man in der Flüchtlings- und Asylpolitik zu weit auseinander. "Rot-Grün ist immer noch auf dem reinen Willkommenstrip unterwegs und will die Probleme wegdiskutieren, die sich durch diese ungezügelte Zuwanderung ergeben haben, und da sind wir bei der CSU näher dran."


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