Salzburger Stier 2012 in Saarbrücken
Salzburger Stier 2012 Eröffnungsabend mit Georg Schramm
Zur Eröffnung des "Salzburger Stiers" 2012 spielte Georg Schramm sein aktuelles Programm, in dem er wie immer klar Stellung bezieht und mit großer Leidenschaft an das persönliche Engagement seiner Zuhörer appelliert ...
Zum 31. Mal wurde in diesem Jahr der "Salzburger Stier" vergeben. Die Auszeichnung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol gehört zu den renommiertesten Kleinkunstpreisen im deutschen Sprachraum und ist mit je 6.000 Euro dotiert.
Ab 1982 wurde der "Stier" zunächst in Salzburg verliehen, dann ging er auf Reisen zu den Hörerinnen und Hörern der am Preisverfahren beteiligten Sender. Die diesjährige Preisverleihung fand im Mai in Saarbrücken statt.
Mit Preisen überhäuft
Georg Schramm gewann den "Salzburger Stier" im Jahr 1990, zahlreiche weitere Auszeichnungen folgten, zuletzt im Februar 2012 der Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz im Rahmen des Deutschen Kleinkunstpreises. Mit Schramm werde ein "gradlinig-kompromissloser Kabarettist und renitenter Humanist" geehrt, "der böse-brillant den verbalen Schwachsinn und die verlogenen Erscheinungsformen heutiger Wertverkäufer desavouiert", so urteilte die Jury.
Einer der schärfsten politischen Kabarettisten
In der Tat gehört Georg Schramm zu den schärfsten politischen Kabarettisten der Bundesrepublik und zu den wenigen deutschen Künstlern, die als moralische Instanz hohes Ansehen genießen. Kurzzeitig war Schramm gar als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten im Gespräch. "Georg", so wird Kollege Dieter Hildebrandt zitiert, "sollte mir der Glaube an die wie immer geartete Wirksamkeit des Kabaretts abhandengekommen sein, als Du kamst, hatte ich ihn wieder!"
In unterschiedlichen Rollen auf der Bühne
Seit Ende der 1990er Jahre steht Georg Schramm in unterschiedlichen Rollen auf der Bühne, mal als Oberstleutnant Sanftleben, mal in der Paraderolle des renitenten und streitbaren Rentners Lothar Dombrowski. Mit dicker Brille, strengem Seitenscheitel und schwarzem Lederhandschuh wurde der gebürtige Hesse in den Sendungen "Scheibenwischer" und "Neues aus der Anstalt" auch dem Fernsehpublikum bekannt.
2010 beschloss er, sich aus dem Fernsehen zurückzuziehen, um sich auf seine Bühnenauftritte zu konzentrieren. Seitdem ist er mit seinem Programm "Meister Yodas Ende. Über die Zweckentfremdung der Demenz" unterwegs.

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