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Purple Pain Ein Jahr nach dem Tod von Prince

Deutschland erlebt den Sänger zum ersten Mal in der Nacht zum 31. März 1985 bei einem Live-Konzert im Fernsehen. 15 Millionen Menschen schauen weltweit zu. Viele werden über Nacht zum Prince-Fan.

Stand: 09.06.2017

"Ich erliege der purpurnen Magie am 31. März 1985. Im Fernsehen läuft die Sendung „Rockpalast“ des WDR. Am Ende der regulären Rockpalast-Nacht wird in der Halle eine riesige Videowand heruntergelassen. Darüber fegt die Live-Übertragung eines Konzertes aus Syracuse/ New York. Fast zwei Stunden lang. Es endete mit einer 18-Minuten-Version des Songs „Purple Rain“. Nach diesen zwei Stunden werden viele der rund 15 Millionen Zuschauer über Nacht zu Prince-Fans geworden sein. Darunter auch ich. Für mich, den 14 -Jährigen aus einem Dorf in Mittelfranken, erschließt sich eine neue Welt: eine Welt voller Rüschen, voller Funk und Sex."

Patrick Obrusnik, Autor der Sendung und Prince-Verehrer

Am 21. April 2016 stirbt Prince Rogers Nelson -  allein, in einem Aufzug seiner berühmten Paisley Park Studios, an einer Überdosis eines starken Schmerzmittels. Der unerwartete Tod des 57-Jährigen zieht vielen seiner Fans den Boden unter den Füßen weg: Prince, der Soundtrack ihres Lebens, ist verstummt. Das Feature "My Purple Pain" handelt von wahrer Fan-Liebe - über den Tod des Stars hinaus. Und von der Identifikation der Fans mit ihren musikalischen Idolen – als Soundtrack zum eigenen Leben und auf der Suche nach einer emotionalen Heimat.

Patrick Obrusniks Reise nach Paisley Park, der Pilgerstätte für Fans

Sein Durchbruch: Purple Rain

Prince wurde am 7. Juni 1958 geboren, und galt seit seinem Debüt mit dem Album "For you" (1978) als musikalisches Wunderkind. Mit 19 Jahren war der Multi-Instrumentalist der jüngste Künstler, dem das Label Warner ein Album in völliger Eigenregie gestattete. Zum Superstar wurde Prince 1984 mit „Purple Rain“. In dem Musikfilm spielte er die Hauptrolle. Der Soundtrack, für den Prince einen Oscar gewann, verkaufte sich 16 Millionen mal.

Autor

Patrick Obrusnik ist seit 2007 im Regionalstudio Mainfranken in Würzburg tätig. Als ehemaliger Gymnasiallehrer liegen ihm Themen rund um Schule, Bildung und Wissenschaft am Herzen. Auch Sport und Kirche sind Schwerpunkte seiner Arbeit für die Radioprogramme des Bayerischen Rundfunks. Seine private Leidenschaft gilt dem Musiker Prince. Als dieser am 21. April 2016 stirbt setzt sich Obrusnik in den nächsten Flieger um mit Gleichgesinnten zu trauern. Um sein Idol – und das Leben - zu feiern, kehrt er ein Jahr später zurück. "My Purple Pain" ist Patrick Obrusniks erstes Radiofeature.

Literaturtipps des Autors:

  • Hahn, Alex: Besessen- Das turbulente Leben von Prince, hannibal Verlag 2005, aktualisierte Version von 2016
  • Hahn, Alex Hahn und Tiebert, Laura: The Rise of Prince 1958-1988, Mat Cat Press 2017
  • Thorne, Matt: Prince - die Biographie, Edel Germany 2017
  • Walsh, Jim: Gold-Experience - Following Prince in the 90s, HighBridge 2017
  • Garcia, Mayte: The Most Beautiful - My life with Prince, Hachette Books 2017 (Buch seiner Ex-Frau)

Playlist des Autors mit nicht ganz bekannten Songs:

  • Power Fantastic
  • A case of u
  • When we're dancing close and slow
  • Old friends for sale
  • Crucial
  • If I was your girlfriend
  • papa
  • The Question of u
  • Joy in Repetition
  • Forever in my life
  • Adore
  • Do me, baby
  • It's gonna be lonely

Produktion: BR
Redaktion: Ulrike Ebenbeck
Regie: Martin Heindel

Hier können Sie das Manuskript herunterladen:

My Purple Pain Format: PDF Größe: 121,3 KB


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