Bayern 2 - radioFeature


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Eine Bestandsaufnahme Wie geht's, Kuba?

Kuba verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rekord: Vier Millionen Touristen kamen, um noch einen Hauch Original-Stimmung von damals zu erhaschen: Fidel Castro, Che Guevara, heruntergekommene Prachtbauten. Was bedeutet der Wandel für die Menschen, die dort leben?

Von: Anselm Weidner und Nils Aguilar

Stand: 07.07.2017

Westliche Regierungsdelegationen und Unternehmen geben sich in Havanna die Klinke in die Hand. Der Kuba-Tourismus boomt: Die Insel erleben, solange sie noch den bizarren Charme der Karibik unter kommunistischer Herrschaft ausstrahlt. Von "Öffnung" und "Transformation" ist in westlichen, von "Aktualisierung des kubanischen Modells" in den kubanischen Medien die Rede.

Als Fidel Castro im vergangenen Jahr starb, ging auf Kuba eine Ära zu Ende. 47 Jahre lang hatte Fidel Castro Kuba mit harter Hand regiert. 2006 hatte der legendäre Revolutionsführer die Amtsgeschäfte seinem Bruder Raúl übergeben, der erstmals Reformen einleitete.

Radio-Roadtrip durch Kuba

"Sozialismus oder Tod", die Parole der Revolution von 1959, war sein Motto. Ein kostenloses Bildungs- und Gesundheitssystem brachte er den Kubanern, aber auch wirtschaftliche Entbehrungen und politische Stagnation. Oppositionelle und Kritiker wurden eingesperrt oder ins Exil getrieben.

Raúl Castro hat die Annäherung an die USA befördert und marktwirtschaftliche Reformen eingeleitet. Kubaner dürfen heute Grund und Boden erwerben, als Selbständige arbeiten und ins Ausland reisen. Wie wirkt sich der Wandel auf das Leben der Menschen aus? Wie sieht ihr Alltag und wie die Zukunft des Landes aus? ¿Cómo estás, Cuba?

Die Autoren

Anselm Weidner sitzt in einer Regenjacke an einem Tisch, auf dem ein Aufnahmegerät platziert ist. Das Mikrofon hält Weidner in der Hand. | Bild: Anselm Weidner

Anselm Weidner

Anselm Weidner, Jahrgang 1943, studierte Rechtswissenschaften, Philosophie und Soziologie in Berlin und Kiel sowie Sozialpädagogik in Frankfurt/Main. Nach seiner Tätigkeit  als Dozent an der Fachhochschule für Sozialarbeit in Frankfurt a.M. und therapeutischen Aus- und Weiterbildungen, begann er 1988 beim SDR als freier Autor und Journalist zu arbeiten. Für seine politischen Features erhielt er Civis-Preise und den Medienpreis des Märkischen Wirtschafts- und Presseverbands.

Nils Aguilar

Nils Aguilar, Jahrgang 1980, studierte Soziologie und politische Philosopie an der Université de la Sorbonne, Paris. Er arbeitet als Dokumentarfilmer (milpafilms) in Paris und Berlin. Seine derzeitigen Themenschwerpunkte sind gesellschaftliche Transformationsprozesse und Agrarökologie. Sein Film "Voices of Transition" (2012) wurde mehrfach ausgezeichnet und in 23 Sprachen übersetzt. Nils Aguilar ist Gründungsmitglied vom Förderverein Wachstumswende e.V. und von der Thinkfarm Berlin, wo er auch arbeitet.

Produktion: MDR/DLF 2017
Redaktion: Tobias Barth
Regie: Nikolai von Koslowski

Hier können Sie das Manuskript herunterladen:

Wie geht's, Kuba? Eine Bestandsaufnahme Format: PDF Größe: 432,52 KB


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