Der Weltuntergang Ein Spiel mit der Angst
Die Welt geht also unter - mal wieder. Maya-Experten haben das angebliche Ende am 21. Dezember 2012 zwar längst für gegenstandslos erklärt, aber die Angst vor dem Untergang hält sich hartnäckig.
An Vielen gehen die immer wieder kehrenden Ankündigungen des angeblichen Endes nicht spurlos vorbei. Das zeigen unzählige Artikel im Internet, in denen Szenarien entworfen, Ängste formuliert und Wege gesucht werden, wie man die Apokalypse überleben kann. Handelt es sich dabei um reale Ängste, um Geschäftemacherei oder um bloße Hysterie?
Wer hat Angst vor dem Weltuntergang - niemand?
Vor dem Mikrofon wollen sich Menschen, die sich im Internet über den Weltuntergang austauschen, meist nicht äußern. Feature-Autor Joseph Berlinger hat sich darum einen ganz eigenen Zugang zum Thema gesucht. Auch seine Protagonistin Angela Angstmann fürchtet sich vor dem Weltuntergang. Seit sie vom Maya-Kalender gelesen hat, zählt sie die Tage, Minuten, Stunden und Sekunden bis zum 21. Dezember 2012 / 00:00 Uhr. Im Traum begegnet ihr der Astrologe und Renaissancegelehrte Nostradamus, der seinerseits für das Jahr 2012 große Umwälzungen angekündigt hat.
Angela Angstmann wappnet sich für das Ende
Angela Angstmanns Ängste werden nach diesem Traum noch größer. Und sie beschließt, etwas dagegen zu unternehmen. Aber was soll sie tun? Soll sie sich einen Platz auf einer Arche besorgen? Soll sie sich einen Bunker im Keller ihres Hauses bauen lassen? Soll sie ein Survival-Training absolvieren, um gewappnet zu sein, falls sie die Apokalypse überlebt? Oder soll sie zu einem Psychologen gehen, der sie von der Angst heilt?
Überleben für Fortgeschrittene - mit Streichholz und Selbstbewusstsein
Angela Angstmann begibt sich auf einen halsbrecherischen Trip, indem sie verschiedenste Weltuntergangs-Bewältigungsstrategien im Selbstversuch testet, vom Unterschlupf im atombombensicheren Bunker, über einen Besuch auf einer echten holländischen Arche, gebaut exakt nach biblischem Vorbild, bis hin zu Überlebenskursen in der Wildnis - wichtigste Kernkompetenz: Feuermachen.
Das hat Angela Angstmann alles ausprobiert:
Fiktive Person
Angela Angstmann ist eine fiktive Person. Und doch repräsentiert sie die Gedanken und Gefühle vieler Menschen, die beunruhigt sind und verunsichert. Was hat es auf sich mit den regelmäßig wiederkehrenden Weltuntergangsvorhersagen, ob diese nun auf dem Maya-Kalender fußen, auf Prophezeiungen der Zeugen Jehovas oder auf anderen Quellen.
Alles hat ein Ende - von Asteroiden und Apokalypsen
Die Angst vor dem Ende ist so alt wie die Menschheit selbst. Apokalyptische Bilder und Geschichten finden sich bereits in den Schöpfungsmythen des Alten Orients, etwa dem babylonischen Gilgamesch-Epos. Wie sich Christen das göttliche Endgericht in früheren Jahrhunderten vorgestellt haben, beschreibt die biblische Offenbarung des Johannes.
Andere wiederum fürchten eher den Untergang durch einen kosmischen Unfall, etwa den Zusammenstoß mit einem Asteroiden. Als Stichtag käme beispielsweise der 13. April 2029 in Frage, für den Wissenschaftler eine mögliche Kollision des Asteroiden "Apophis" mit der Erde vorhergesagt haben. Aber keine Sorge, dieses Szenario ist inzwischen wissenschaftlich widerlegt. Apophis wird aller Voraussicht nach an der Erde vorbeifliegen.
Glück gehabt - mal wieder.

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