Blaumeise
Keck von Ast zu Ast hüpfend, immer auf der Suche nach Nahrung.
Vogel des Monats Die Meise
Ein kleiner Vogel mit farbenprächtigem Gefieder hüpft emsig durch Garten oder Park - höchstwahrscheinlich eine Meise. Über sie gibt es Spannendes zu berichten - was, das erfahren Sie in unserem Meisenporträt.
Ein gefiederter, blau schimmernder Winzling mit hellblauer "Kopfbedeckung" hüpft emsig umher, gelegentlich auch kopfüber die Rindenfurchen eines Baumstammes entlang, immer auf Nahrungssuche - ganz klar, es ist eine Blaumeise. Sie ist ein häufiger Vogel in unseren Gärten und Parks. Bei der alljährlich stattfindenden bundesweiten Vogelzählung "Stunde der Wintervögel" landete sie im Januar 2012 auf Platz drei der häufigsten Vogelarten. Der zweithäufigste Vogel war die Kohlmeise, Platz eins belegte der Spatz. Über 50 Meisenarten gibt es weltweit, unsere wichtigsten heimischen Arten sehen Sie hier:
Heimische Meisenarten
Kohlmeise
Die Kohlmeise ist unsere häufigste und zugleich größte Meisenart. Typsches Erkennungszeichen ist der weiße Wangenfleck am sonst schwarzen Kopf. Sie ist in Parks und Gärten allgegenwärtig und nimmt gerne Nistkästen an.
Blaumeise
Die Blaumeise ist etwas kleiner als die Kohlmeise und nicht ganz so verbreitet wie diese - aber immer noch ein sehr häufiger Vogel bei uns. Ihr Kennzeichen ist die blaue Haube. Auch sie nimmt gerne Nistkästen an.
Tannenmeise
Die Tannenmeise fällt im Vergleich zu den beiden vorher genannten Arten weniger auf, ist aber auch kein seltener Vogel. Sie lebt dort, wo es Nadelbäume gibt.
Haubenmeise
Die Haubenmeise macht ihrem Namen alle Ehre - an ihrer Haube ist sie sofort zu erkennen. Sie lebt in Nadelwäldern.
Sumpfmeise
Die Sumpfmeise hat eine glänzende, schwarze Kappe auf dem Kopf. Sie lebt in feuchten Wäldern. Zum Nisten benötigt sie natürliche Baumhöhlen. Daher kommt sie nur dort vor, wo alte Bäume stehen.
Weidenmeise
Die Weidenmeise ist der Sumpfmeise sehr ähnlich, jedoch ist ihre schwarze Kappe eher stumpf als glänzend und ihr schwarzer Kehlfleck ist größer. Sie lebt in feuchten Wäldern und Dickichten und benötigt morsches Holz, um sich Nisthöhlen zu bauen.
Die Sprache der Meisen
Audios
Im Winter hört man Meisen selten singen. Erst gegen Winterende fangen sie an, mit Gesang ihr Revier abzugrenzen. Wer am lautesten singt, ist der Boss im Revier. Wenn dieser friedliche Konkurrenzkampf nicht funktioniert, gehen Meisen gelegentlich auch aufeinander los. Beim Wettstreit um Nisthöhlen oder Futter ziehen die kleineren Blaumeisen gegenüber den größeren und häufigeren Kohlmeisen den Kürzeren .
Die Meise und der Winter …
Meisen sind Standvögel, sie bleiben im Winter bei uns. Sie sind eifrige Besucher an Vogelfutterhäuschen. Selbst in Wintern, die weder besonders kalt noch schneereich sind, verputzen Meisen unzählige Meisenknödel in unseren Gärten. Die Meinungen zur Winterfütterung unserer Vögel sind geteilt - in jedem Fall sollte man, wenn man füttert, richtig füttern!
Meisen würden auch ohne Fütterung durchkommen, meint Frank Reissenweber, Vorsitzender der Kreisgruppe Coburg im Landesbund für Vogelschutz Bayern:
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Überlebenskünstler
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Meisen sind Überlebenskünstler. Große Verluste beim Nachwuchs gleichen sie durch Gelege mit bis zu 14 Eiern aus. Auf der Suche nach Nahrung leisten die Vögel Erstaunliches: Pro Jahr verfüttert ein Meisenpaar an seinen Nachwuchs eine für einen so kleinen Vogel unvorstellbare Menge an Insekten. Wie viel das ist, verrät unser Experte in nebenstehendem Audio.
Ein Heim für Meisen
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Am besten, sagt der Vogelschützer, hilft man den Meisen mit Nistkästen. Unterschiedlich große Fluglöcher verhindern Zoff zwischen großen Kohl- und kleinen Blaumeisen. Man sollte unbedingt etwas für die Hygiene im Meisenhaus tun und es einmal im Jahr ausleeren - und zwar zur richtigen Jahreszeit: im Herbst.
Abenteuerliche Meisengeschichten
Über Meisen kursieren abenteuerliche Geschichten: In Ungarn wurden Kohlmeisen beobachtet, wie sie im Winter schlafende Fledermäuse angegriffen und als Notmahlzeit verzehrt haben. Ganz schön abgebrüht diese Meisen! Und ganz schön raffiniert. Das zeigt Frank Reissenweber anhand einer wahren Geschichte aus England:
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Links
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
Sendehinweis: "Vogel des Monats" im Notizbuch
Jeden ersten Donnerstag im Monat stellen wir im Notizbuch in Bayern 2 ab 10.05 Uhr einen "Vogel des Monats" vor. Nebenstehend der Vogel des vergangenen Monats.

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